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Vöhringen

17.07.2018

Vöhringer bereiten den Ferienspaß vor

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Die Sommerferien stehen vor der Tür. In Vöhringen und anderen Kommunen wird es den Kindern nicht so schnell langweilig.
Bild: Armin Weigel, dpa (Symbolbild)

Kinder in Vöhringen können sich im August wieder zwei Wochen lang austoben. Mehr als 20 Betreuer sind dann aktiv. Für sie beginnen die Vorbereitungen bereits im Frühjahr.

Stadtjugendpflegerin Kerstin Zogalla klappt die Mappe zu, blickt in die Runde im Jugendhaus und sagt: „Das wär’s dann für heute. Wir sind gut vorbereitet.“ Der 30. Juli kann also kommen, denn an diesem Montag beginnt der Ferienspaß in Vöhringen, der wie immer auf dem Gelände des Sportparks stattfindet. Die erste Woche geht bis Freitag, 3. August, die zweite von Montag, 6., bis Freitag, 10. August. Über Mangel an Beteiligung braucht sich die Stadt dabei nicht zu sorgen. Für die erste Woche liegen 204 Anmeldungen vor, für die zweite bereits 110. Zusätzlich gibt es noch ein Angebot für die Frühbetreuung. Die beginnt täglich um 7.30 Uhr, die anderen Kinder starten um 9 Uhr.

Der Ferienspaß ist ein fester Faktor im Programm der Stadt. Die Idee dazu wurde vor 39 Jahren im Stadtrat geboren und entwickelte sich schnell zum Selbstläufer. Die Teilnehmerzahl stieg von Jahr zu Jahr rasant, sodass die hauptamtlichen Mitarbeiter im Jugendhaus das allein nicht mehr stemmen konnten. Es wurden Betreuer gesucht, die sich bald fanden. Jetzt scharen sich um die drei hauptamtlichen Erzieher Kerstin Zogalla, Günter Hiller und Thomas Köhler 23 Freiwillige, die gründlich auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Das Alter der Betreuer liegt zwischen 16 und 45 Jahren.

Die Vorbereitung für den Ferienspaß beginnt direkt nach Fasching. Bei den Treffen im Jugendhaus geht es nicht nur darum, den Mädchen und Buben, die zwischen sechs und zwölf Jahre alt sind, ein attraktives Programm zu bieten. Vermittelt wird auch, wie mit den Kindern umgegangen werden kann und was ganz allgemein unter Aufsichtspflicht verstanden wird. Denn Betreuer beim Ferienspaß zu sein, erfordert Verantwortung. Manche der Jugendlichen, die sich ehrenamtlich in den Dienst der guten Sache stellen, sind schon zum wiederholten Mal dabei. Sie können ihr Know-how an die neuen Mitarbeiter weitergeben.

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Michael Buhl ist wohl der dienstälteste Betreuer. Er ist 38 Jahre alt und seit 21 Jahren dabei. Da er bei Wieland Schicht arbeitet, muss er sich die Zeit für den Ferienspaß abzwacken. „Ja, wir machen Überstunden hier bei uns, aber das zeigt, mit wie viel Herzblut die Helfer dabei sind“, kommentiert Zogalla das Engagement. Der 17-jährige Schüler Hagen Peters schnupperte im vergangenen Jahr zum ersten Mal Betreuerluft. Es habe ihm gefallen und deshalb macht er dieses Jahr wieder mit.

Wichtig sei, erklärt Zogalla, dass die Kinder sich wohlfühlen. Für Abwechslung im Programm ist gesorgt. Auch Vereine wie der Sportclub Vöhringen, das Kunstforum oder der Hundesportverein Iller/Donau wirken mit. Zudem können die Kinder an besonderen Aktionen wie einem Rollstuhl-Parcours, einem Mottotag „Zirkus“ oder einem Waldspiel teilnehmen.

Für die Betreuer bedeuten die zwei Wochen Ferienspaß vollen Einsatz. Einen Tag vor dem offiziellen Start wird das Gelände im Sportpark vorbereitet. „Da wird schon viel Zeit investiert“, sagt Günter Hiller. Kerstin Zogalla ist seit zehn Jahren Leiterin der Stadtjugendpflege und verantwortlich mit der Ferienaktion betraut. Alles muss perfekt organisiert sein, zum Beispiel die Busfahrten. Kinder aus den Ortsteilen Illerzell und Illerberg werden zum Sportpark gefahren und wieder nach Hause gebracht. Die Mädchen und Buben bekommen farbige Tickets, die identisch sind mit den Farben, die plakativ am Bus sichtbar sind. Auf dem Gelände können sich die Teilnehmer dann austoben. Bis zu zwölf Kinder hat jeder Betreuer dabei unter seinen Fittichen. Kann ein Kind an einem Tag nicht kommen, sollten die Leiter unbedingt informiert werden. Wen sie anrufen müssen, bekommen sie auf Info-Blättern mitgeteilt. Am Ende des Tages wird durchgezählt, „uns darf kein Kind abhandenkommen“, betont Zogalla. Das sei auch noch nie passiert.

Großen Wert legt die Jugendhausleitung auf eine umfassende Information der Eltern. Der jüngste Elternabend war gut besucht. Viele Fragen wurden beantwortet. „Die Sicherheit der Kinder ist für uns oberstes Gebot“, sagen unisono Zogalla, Hiller und Köhler. Dass alles funktioniere, betont das Trio, liege daran, dass Teamgeist herrsche. Einer sei für den anderen da und mit vollem Herzen dabei. „Betreuer beim Ferienspaß zu sein ist nichts für den, der Ferienarbeit machen will“, sagt Hiller.

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