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Illertissen

18.11.2019

Volkstrauertag: Wie Illertissen Traditionen entstaubt

Beim Volkstrauertag sind in Illertissen auch junge Leute gefragt: In der Schranne wurden Bildcollagen gezeigt und Kerzen verkauft.
Foto: Regina Langhans

Ältere und Jüngere Menschen begehen den Gedenktag in Illertissen unter dem Motto "Trauer, Trost, Hoffnung" gemeinsam. Wie das funktioniert.

Kriegstote und Menschen auf der Flucht vor Gewalt gibt es auch heutzutage – das Erinnern an die Verbrechen der Weltkriege ist deshalb von großer Bedeutung: Das haben Illertisser Schüler mit ihrem Engagement am Volkstrauertag zum Ausdruck gebracht. Nach Gottesdienst und Gedenken am Ehrenmal setzten sie in der Schranne das Erinnern auf ihre Weise fort. Und erhielten dabei viel Zuspruch.

Zum dritten Mal hat die Stadt junge Illertisser in die Gestaltung des Volkstrauertags mit eingebunden. Die Mischung hat sich bewährt: Zahlreiche Bürger nahmen zunächst am traditionellen Part mit Fahnenabordnungen, Ansprachen, Gesang, Musik, Böllern und Kranzniederlegungen teil.

Volkstrauertag in Illerissen: Blick in die heutige Zeit

Bürgermeister Jürgen Eisen stellte den Tag unter das Motto „Trauer, Trost, Hoffnung“. Historiker gingen davon aus, dass mehr als 120 Millionen Menschen durch die Weltkriege ihr Leben oder ihre Gesundheit verloren hätten. „Der Volkstrauertag ist notwendig zum Innehalten, um sich die Folgen von Krieg oder Gewalt zu vergegenwärtigen und die eigene Haltung zu überdenken“, so Eisen. Vieles erinnere an die nach Kriegsende in Illertissen gelandeten Vertriebenen, so wie die „Egerländer Gmoi“. In der Schranne zeigte eine Ausstellung die Partnerschaft Loket – Illertissen als Beispiel gelungener Versöhnung.

Am Kriegerdenkmal sprach auch der Kollegsschüler Sebastian Bäurle. Er blickte in die heutige Zeit: „Mit Flüchtlingen haben wir ganz aktuell zu tun, das Thema hat nie an Brisanz verloren.“

Jugendliche aus dem ganzen Schulzentrum Illertissen zeigten in der Schranne Bildcollagen und verkauften sogenannte Kriegsgräberkerzen. Auch nachdenklich stimmende Musik war zu hören.

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