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Angeln

14.07.2014

Volltreffer beim Casting und Fingerspitzengefühl für feine Knoten

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Drehen, Schwung holen und weit werfen – darum ging es beim Casting.

Beim Tag der Schwäbischen Fischerjugend können sich Jungfischer miteinander messen. Im Zentrum steht aber das Gemeinschaftsgefühl

Bewegt sich was im Wasser? Hat ein Fisch angebissen? „Angeln ist immer wieder spannend“, meint Holger Rotschne. Der 17-jährige Jungfischer aus Buch ist gerade dabei, sich in „Knotenkunde“ zu üben – ein Teil-Fachgebiet von insgesamt drei Disziplinen beim „Tag der Schwäbischen Fischerjugend“ in Illertissen.

Veranstaltet von der Bezirksjugendleitung im Fischereiverband Schwaben richtete der Fischereiverein 1967 Illertissen-Dietenheim die Großveranstaltung aus. 253 Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren, davon 20 Mädchen, und 105 Betreuer haben dafür im Vorplatz zum Vöhlinstadion ihre Zelte aufgeschlagen. Sie kommen aus insgesamt 30 Vereinen aus ganz Schwaben, unter anderem auch aus Memmingen, Vöhringen und Illertissen. Neben den Versorgungs-, Gemeinschafts- und Schlafzelten hat auch der Vereinsvorsitzende Thomas Kaufmann mit seinem Wohnwagen dort Quartier bezogen. „Seit eineinhalb Jahren war ich mit der Organisation für dieses Wochenende beschäftigt“, erzählt er. Vom Verein seien 60 Mitglieder in das Vorhaben eingebunden gewesen. Nun ist er zufrieden, dass alles so diszipliniert und reibungslos klappt. Auch wenn der immer wieder einsetzende Regen für Unterbrechungen, gerade auf dem Sportplatz bei den Casting-Wettbewerben, sorgt. Bei diesem Zielwerfen auf die gelben Skish-Scheiben oder auf das sogenannte Arenbergtuch geht es etwa darum, aus verschiedenen Entfernungen und mit bestimmten Wurftechniken die Scheibe beziehungsweise das Schwarze im Tuch zu treffen. Der 15-jährige Lukas vom Fischereiverein Pfaffenhofen/Zusam holt mit seiner Sportangel zum Weitwurf aus. Wie beim Hammerwerfen dreht er sich dabei um die eigene Achse, um mit der Angel und dem nötigen Schwung das kleine Gewicht, das an der Angelschnur hängt, möglichst weit zu werfen.

In den Räumlichkeiten der Realschule können die Jugendlichen in „Artenkunde“ und „Knotenkunde“ ihr Wissen testen. Mehrmals um die Schnur gezwirbelt und dann so abgeschnitten, dass die Enden im rechten Winkel abstehen – der sogenannte Blutknoten sei neben dem „Clinchknoten“ oder dem „verdeckten Hakenknoten“ der schwierigste, meint Holger Rotschne. Der junge Bucher ist seit sechs Jahren Mitglied im Fischereiverein Illertissen-Dietenheim. Jedes Wochenende sei er derzeit beim Angeln, vornehmlich an der Iller. Er sorgt dabei selber für sein Abendessen. „Der Fisch landet abends bei mir immer auf dem Grill.“ Punkte gibt es auf die Sauberkeit und Festigkeit der Knoten. Im Klassenzimmer nebenan steht Artenkunde in den Bereichen Fische, Pflanzen und Kleinlebewesen auf dem Programm. Innerhalb von 15 Minuten müssen die Jungfischer knifflige Aufgaben wie „Erkenne die Güster“ oder „Erkenne die Karausche“ lösen. „Durchschnittlich wissen die Jugendlichen von den 20 Fragen auf zehn bis 15 die richtige Antwort“, erklärt Peter Fischer, Mitglied der Bezirksjugendleitung und gerade mit der Aufsicht im Klassenzimmer betraut.

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Jedes Jahr findet der Tag der Schwäbischen Fischerjugend in einem anderen Ort statt. „Die Jugendlichen erleben dabei immer wieder gemeinsam Neues – das ist das Schöne daran“, meint Bezirksjugendleiter Manfred Kratzer.

Während die fischereiliche Ausbildung der Jugendlichen in den Vereinen stattfindet, können sie beim Fischerjugendtag ihre Kenntnisse und Fertigkeiten vergleichen. Auch der schwäbische Jugendfischerkönig wird dabei gekürt. Dazu folgt ein eigener Bericht.

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