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Versammlung

07.02.2015

Vom Sorgenkind zum politischen Schwergewicht

Dieter Miller

Im Herbst 2013 standen die Freien Wähler in Babenhausen kurz vor dem Aus. Seitdem hat sich viel getan

Im Herbst 2013 standen die Freien Wähler in Babenhausen kurz vor der Auflösung. Niemand war bereit, an vorderster Front Verantwortung zu übernehmen. So entwickelte sich die damalige Jahresversammlung zur Krisensitzung. Letztendlich fand sich nach langer Debatte (IZ berichtete) ein Führungsteam, das die Geschicke des Ortsverbandes in die Hand nahm.

In der Folge traf sich der neue Vorstand samt Führungskreis zu zahlreichen Sitzungen, um die Kandidatenliste für die Marktratswahlen am 16. März 2014 zu entwerfen, was sich als nicht ganz einfach erwies. Rückblickend zeigt sich Dieter Miller stolz darauf, dass angesichts der damaligen Situation eine komplette Liste präsentiert werden konnte.

Bei der diesjährigen Jahresversammlung der Freien Wähler im Gasthof Rössle konnte Vorsitzender Dieter Miller nun von vielen Erfolgen berichten. So erhöhte die Gruppierung ihre Marktratsmandate von fünf auf sieben, wobei alle Wiedergewählten ihre Ergebnisse prozentual zur Wahlbeteiligung zum Teil deutlich verbesserten. Allein fünf Freie Wähler fanden sich unter denjenigen sieben, die mit der höchsten persönlichen Stimmenanzahl – allen voran Dieter Miller, gefolgt von Thomas Bihler und Peter Miller – in den Marktrat einzogen. Die Gruppierung zog in der Fraktionsstärke mit der CSU gleich. Zudem ging das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters an Dieter Miller. Dieser bezeichnete die Wahlergebnisse nun als „absolut top“. Sein besonderer Dank ging an Josef Deggendorfer, der als Wahlkoordinator „ganze Arbeit geleistet“ habe.

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Dass angesichts des Kommunalwahlkampfes noch Geld in der Kasse übrig geblieben ist, ist laut Miller einerseits auf die konsequente Kassenführung von Johannes Nägele zurückzuführen. Andererseits sei die gesamte Logistik des Wahlkampfs in Eigenregie geleistet worden, sodass letztendlich nur 1500 Euro für das Material aufgewendet werden mussten.

Miller hob auch hervor, dass im vergangenen Jahr die Kräfte für die Wahlen gebündelt worden seien und sonstige Veranstaltungen für die rund 50 Mitglieder hätten hintanstehen müssen. In drei öffentlichen Veranstaltungen stellten sich Marktrats- beziehungsweise Kreistagskandidaten vor. Zudem gab es am Wahlabend eine Party, bei der durchweg lachende Gesichter zu sehen waren.

Im Anschluss an Vorstands- und Kassenbericht hatten bei der Jahresversammlung die Besucher und Mitglieder das Wort. Dabei ging es laut Dieter Miller um Schwerpunkte der Kommunalpolitik. Er machte unmissverständlich klar, dass die Gemeinde keine großen finanziellen Spielräume habe, binden doch die Pflichtaufgaben wie Schulhaussanierung, Brückenbau in der Frundsbergstraße und sonstige Infrastrukturmaßnahmen enorme Summen.

Zentrale Themen in der Diskussion waren dann die Zukunft des Pfarrzentrums oder anderer Gebäude, wie beispielsweise des Fahrenschonhauses, oder die Umgehungsspange. Hier werde derzeit der Grund gekauft, so Miller, der auf das Entgegenkommen einiger Eigentümer zum Wohle einer gemeinsamen Lösung hofft.

Sinn gebe die Umgehung aber nur, so einige Anmerkungen, wenn in der zweiten Phase der Anschluss ans Gewerbegebiet erfolge. Dies würde dann nicht nur zu einer zweiten Erschließungsmöglichkeit, sondern auch zur Entlastung des Ortskerns beitragen.

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