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Illertissen

18.07.2019

Vor den Schulen in Illertissen wird weniger gerast

Eine Bilanz der KVÜ zeigt: Verstärkte Kontrollen vor den Schulen und Kindergärten in Illertissen bringen etwas.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Die Bilanz der Verkehrsüberwachung ist positiv. Doch an manchen Straßen wird immer noch wild geparkt

Vor den Schulen und Kindergärten in Illertissen wird weniger gerast – das ist das Ergebnis einer Bilanz über das Jahr 2018, die Martina Matzner, Leiterin der kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) im Illertisser Haupt- und Finanzausschuss vorstellte.

Als Grund für den Rückgang nannte Matzner verstärkte Kontrollen. Weil es zuvor im Bereich der Schulen mehrfach zu erheblichen Verstößen kam, waren die Verkehrswächter im vergangenen Jahr dort vermehrt im Einsatz. Mit Erfolg: „Die Bilanz zeigt, dass sich die Verkehrssituation verbessert, wenn wir unterwegs sind“, sagte Matzner. „Leider können wir nicht überall sein.“ So verzeichneten die Verkehrsüberwacher zwar im gesamten Illertisser Stadtgebiet einen Rückgang an Verstößen. Doch das liegt nach Ansicht von Matzner weniger daran, dass die Autofahrer umsichtiger waren, sondern schlicht am Personalmangel innerhalb der KVÜ. Weil monatelang eine Stelle unbesetzt blieb, konnten weniger Kontrollen durchgeführt werden.

Kurven und Gehwege sind häufig zugeparkt

Beschwerden vonseiten der Anwohner erreichten die Verkehrsüberwacher vor allem beim Thema Parken. Abgestellte Wohnwägen oder Anhänger bereiteten Probleme genauso wie das Parken in Kurven oder auf Gehwegen, fasste Matzner zusammen. So sei die Bräuhausstraße in Illertissen im Kurvenbereich häufig zugeparkt. Die Autos würden die Sicht an der Kreuzung einschränken. Auch auf dem Gehweg entlang der Kirchenmauer würden häufig Autos parken. Fußgänger müssten auf die Straße ausweichen. Trotzdem gibt Matzner Entwarnung: „Richtig dreiste Parker haben wir in Illertissen nicht.“

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Als positiv bewertete die Leiterin der KVÜ auch, dass in Illertissen sehr wenige Mehrfachtäter unterwegs sind. „Es zeigt, dass unsere Kontrollen einen Lerneffekt erzielen“, sagte die Leiterin der KVÜ. Ein Autofahrer fiel den Verkehrsüberwachern allerdings mehrfach auf. Dieser raste immer zur selben Uhrzeit auf der Dietenheimer Straße in Illertissen stadtauswärts. Statt der erlaubten 50 km/h war er mit bis zu 107 km/h unterwegs.

Verkehrskontrollen bringen Geld ein

Finanziell gesehen brachten die Verkehrskontrollen den sieben Städten und Gemeinden der KVÜ Geld ein. Am deutlichsten fiel der Gewinn in Illertissen aus, dort gab es ein Plus von 12.800 Euro. In Senden blieben etwa 6.600 Euro in der Kasse, in Vöhringen 2.700 Euro, in Weißenhorn knapp 3.000 Euro. In Altenstadt brachten die Kontrollen 280 Euro ein, in Unterroth über 600 Euro. Nur in Kettershausen, das seit dem Frühjahr 2018 von der KVÜ überwacht wird, wurde ein Minus von knapp 500 Euro verzeichnet. Die Gelder werden in die Verkehrsüberwachung reinvestiert, so Matzner.

Seit vergangenem Jahr setzen die Verkehrswächter einen Radarkoffer ein. Dieser wird an Laternenmasten befestigt und sammelt Daten darüber, wie viele Verstöße zu welcher Uhrzeit begangen werden. Den Auswertungen entsprechend werden bestimmte Orte stärker überwacht. „Das Gerät hat sich bewährt“, sagt Matzner. Es mache die Kontrollen effizienter. Im kommenden Frühjahr will die KVÜ außerdem eine teilstationäre Blitzanlage testen. Diese kann an verschiedenen Stellen eingesetzt werden und die Verkehrssicherheit erhöhen, erklärte Matzner. Im Rahmen der Verkehrsüberwachung kommen in diesem Jahr hohe Kosten auf die Städte und Gemeinden zu. Die Radaranlage ist veraltet. Ab 2020 kommt eine Laseranlage zum Einsatz, um Raser zu blitzen. Die Kosten von über 60000 Euro tragen die Städte und Gemeinden der KVÜ gemeinsam.

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