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Illertissen

04.08.2019

Vorsicht, bissig: Dracula geht am Schlossberg um

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3 Bilder
Die Illertisser Schwabenbühne bereitet sich auf den Auftritt des berüchtigten Grafen und seiner Vampirfamilie vor.
Bild: Peter Samer (Symbol)

Die Illertisser Schwabenbühne bereitet sich auf den Auftritt des Grafen und seiner Vampirfamilie vor. Am Freitag ist Premiere: Was die Besucher erwartet.

Graf Dracula und seine Vampirfamilie lösen den „Herrn der Diebe“ auf der Illertisser Freilichtbühne ab: Der Gaunerei folgt somit die Gruselei. Die Erwachsenenspieler der Schwabenbühne haben sich die Vampierkomödie von Uli Brée ausgesucht und für die Regie Mascha Pitz gewonnen. Die gebürtige Frankfurterin freut schon darauf, wenn die Untoten auf dem dicht bewachsenen Gelände aus allen Ecken zum Vorschein kommen. Am Freitag, 9. August, ab 20.30 Uhr ist es soweit. Für die Premiere und die weiteren Vorstellungen sind noch Karten zu haben.

Gelände ist ideal für eine Gruselkomödie

Das Gebüsch und die hohen Bäume auf dem Areal seien ideal, um eine Gruselkomödie zu inszenieren, sagt Regisseurin Pitz. Sie entwirft auch Bühnenbild und Ausstattung. Ein imposanter Burgaufgang steht dabei im Mittelpunkt. Ihre Inszenierung bezieht das ganze Gelände mit ein, mit Haupt- und Drehbühne sowie dem Teich. Den Platz kann sie brauchen, indem sie zwei Gegenwelten aufstellt: Die Bewohner von Illertalhausen als die Guten und dann die Bösen, verkörpert von den blutsaugenden Vampiren.

Graf Dracula (Josef Hutzler, Mitte) und seine Familie im Sommeroutfit: Bei den Proben zum Stück war es teilweise sommerlich warm.
Bild: Regina Langhans

Sie proben seit Mitte April, erst in der Schulaula und inzwischen auf der Originalbühne auf ihrem Gelände. Die Regisseurin findet den Stoff spannend, wobei ihr die moderne Fassung als Komödie imponiere, wie sie sagt. Die mythenumwobenen Erzählungen aus Transsylvanien über Dracula vermögen auch heute noch zu faszinieren. So hätten die Schauergeschichten über blutsaugende Monster längst in Film und Fernsehen ihren Niederschlag gefunden. Es ist wohl die Faszination ums Thema der Unsterblichkeit, das in fantastischen Romanen immer wieder auftaucht und aus dem Gedächtnis der Literaturgeschichte einfach nicht wegzudenken ist. In der Komödie werden die dargestellten Charaktere noch um die Eigenschaft der Habgier ergänzt, sagt Pitz. Das gebe Raum für viel komödiantisches Spiel.

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Eine Frankfurterin führt Regie: Mascha Pitz.
Bild: Regina Langhans

Inhaltlich gelingt dieser Schwenk, indem sich die Untoten mit einer offenbar genialen Idee neue Quellen erschließen wollen, um ihren Blutdurst zu stillen: Sie gedenken, ihr Vampirschloss in Transsylvanien touristisch vermarkten. Eine besondere Rolle kommt dabei Willi Turteltaub zu, der sich in die junge Anämia aus der Vampirfamilie verliebt. Die Rolle des Liebhabers Turteltaub übernimmt Christian Huber, der vor 15 Jahren als Jugendlicher bereits auf den Brettern der Schwabenbühne gestanden hat. Bei seinem Comeback, wofür er nun bei den Erwachsenen mitspielt, habe er sich sofort wie zu Hause gefühlt. „Es ist toll, wieder zum Team zu gehören.“ Aufgeregt werde er nicht sein, auch nicht bei der Premiere, glaubt er.

Dracula als Slapstick-Mythen-Märchen

Er ist einer von 20 Darstellern, die das Slapstick-Mythen-Märchen – wie es die Regisseurin nennt – auf die Bühne bringen werden. Pitz hat in jüngerer Zeit viel auf Freilichtbühnen inszeniert. Von der engagierten Zusammenarbeit mit der Schwabenbühnen-Truppe zeigt sie sich begeistert: „Alle brennen darauf zu spielen.“ Somit darf sich das Publikum schon mal auf ganz viel Gruseln und eine höchst bissige Komödie einstellen.

Auch ein Jugendstück hat die Schwabenbühne Illertissen heuer schon gespielt:

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