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Kettershausen

15.11.2013

Wald wächst besser als erwartet

Im Ketterhauser Gemeindewald dürfen in den nächsten Jahren mehr Bäume gefällt werden, denn der Hiebsatz wurde deutlich erhöht. Dies wird auch mehr Geld in die Gemeindekasse bringen.
Bild: Zita Schmid

In Kettershausen können künftig mehr Bäume gefällt werden, als geplant

Forstdirektor Rainer Nützel und Andreas Schäfer von der zuständigen Forstbetriebsgemeinschaft Memmingen waren bei der jüngsten Gemeinderatssitzung anwesend. Nützel erklärte, dass der Forstwirtschaftsplan der vorbildlichen Bewirtschaftung des Waldes diene und für die Dauer von 20 Jahren aufgestellt werde.

Nach Ablauf der Hälfte des Planes müsse das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten prüfen, ob die darin enthaltenen Daten ergänzt oder erneuert werde müssen, erklärte der Forstdirektor den Zweck der von ihm vorgenommenen Revision.

Der Gemeindewald umfasst eine Gesamtfläche von gut 333 Hektar. Der Kettershauser Forstwirtschaftsplan mit einer Laufzeit vom 1. Januar 2002 bis 31. Dezember 2021 sah für die ersten zehn Jahre einen Hiebsatz von 3600 Festmeter pro Jahr vor. Dies entspricht 11,1 Festmeter pro Hektar und Jahr. „Es hat alles sehr gut funktioniert“, sagte der Forstdirektor, denn diese Vorgaben seien nur ganz geringfügig überschritten worden.

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Die Holzmengen in den Jahren von 2002 bis 2013 hätten gut 43900 Festmeter betragen. Geplant waren 43200 Festmeter. Über den Sommer habe er nun den Wald vor Ort angeschaut. „Wir haben den Zuwachs unterschätzt, er liegt deutlich höher als erwartet“, sagte Nützel. Für den zweiten Zeitabschnitt des Forstwirtschaftsplans sei ursprünglich eine Absenkung es Hiebssatzes auf 3400 Festmeter eingeplant gewesen. Nun wurde der Satz aufgrund des Revisionsergebnisses auf 4680 Festmeter deutlich erhöht (entspricht 14,4 Festmeter pro Hektar und Jahr). Wie Nützel und Schäfer betonten, sei das in gegenseitigem Einvernehmen geschehen. Denn der Gemeindewald mit seinem hohen Fichtenanteil und den weichen Sandböden, sei ein „labiler Bestand“ und das Risiko von Käferbefall groß. Deshalb sollte dieser Baumbestand nicht bevorratet werden.

Allgemein sei vorgesehen, den Waldbestand zu stabilisieren. Dies soll etwa durch Waldschneisen erreicht werden. Die Fichten sollen dadurch mehr Licht bekommen und widerstandsfähige Kronen ausbilden können. Auf Nachfrage von Rat Anton Bader erläuterte Nützel, dass wegen des Klimawandels die Tendenz zu mehr Mischwald bestehe. Dies ist jedoch nach seiner Ansicht für den Kettershauser Gemeindewald derzeit noch nicht akut vonnöten.

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