1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Waren so weit das Auge reicht

Dettingen

01.06.2018

Waren so weit das Auge reicht

Copy%20of%20Copy%20of%20LidlHochregallager(1).tif
2 Bilder
Waren über Waren: Eindrucksvolle Einblicke bietet das große Lager des Lidl-Logistikzentrums bei Dettingen. 39 solcher Betriebe unterhält der Discounter in Deutschland.
Bild: Zita Schmid 

Das Logistikzentrum des Discounters Lidl bei Dettingen beliefert 77 Filialen in der Region. Wie die Mitarbeiter bei Tausenden Paletten den Überblick behalten.

Die Halle bietet eine Fläche von 42000 Quadratmetern und Platz für 20000 Paletten, die Regalwände in ihr sind neun Meter hoch und 70 Meter lang: Diese Superlative bilden das Rückgrat des Logistikzentrums des Discounters Lidl in Dettingen. Wie jenes funktioniert, davon konnten sich kürzlich 40 Teilnehmer bei einer Führung der katholischen Erziehergemeinschaft überzeugen. Dabei konnte so mancher Blick hinter die Kulissen geworfen werden. Denn, damit von der Anlieferung der Waren bis zu ihrer Abholung an einem der 119 Tore nichts verloren geht, bedarf es eines ausgeklügelten Systems. Ein Besuch.

„Lidl lohnt sich“ – mit dem Werbeslogan des Unternehmens begrüßte Michael Briglmeir, pensionierter Altenstadter Schulleiter und Initiator der Veranstaltung, die Teilnehmer. Schmunzelnd brachte er damit seine Erwartungshaltung für den Verlauf zum Ausdruck. Und zu erfahren gab es einiges: Aus- und Weiterbildungsleiter Helmut Keller stellte das Unternehmen vor, Betriebsleiter Simon Bentele führte durch das Zentrallager. Etwa einen Kilometer lang ging es durch die Halle. Als „umschlagsgetrimmt“ bezeichnete Bentele das Logistikkonzept, das eine möglichst schnelle Ein- und Auslieferung der Waren verfolgt. 2700 Europaletten passieren pro Tag durchschnittlich den Wareneingang durch die Tore der Lagerhalle. Vor Ostern seien es heuer gar 3600 Paletten gewesen – ein neuer Rekord, wie der Betriebsleiter sagte. Das Lager in Dettingen versorgt 77 Filialen zwischen Aalen und Oberstdorf. Von der Bestellung bis zur Auslieferung vergehen zwölf bis maximal 36 Stunden, sagte Bentele.

Das Zusammenstellen der Bestellungen erfolge im sogenannten „Pick-by-Voice“-Verfahren: Anstatt mit ausgedruckten Listen, findet die Kommunikation zwischen dem System und Kommissionierer mittels Sprache und Kopfhörer statt. Anhand der gesamten Bestelleingänge werde täglich die Anzahl der benötigten Paletten und Lastwagen sowie die Touren festgelegt, erklärte Bentele. Insgesamt sieben Speditionen sind für Lidl in Dettingen im Einsatz. Durchschnittlich werden von 21 Lastwagen 66 Touren am Tag gefahren.

Der Weg durch das Lager führte die Teilnehmer vorbei an Angebotswaren, dem Trockensortiment und den Hochregalen. In riesigen Mengen werden Dinge wie Nudeln, Weinessig und Krautkonserven aufbewahrt. Zu sehen war auch der Tiefkühlbereich, wo minus 24 Grad herrschen. „Kälter als vorgeschrieben“, wie Bentele erläuterte. So wolle man sicherstellen, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Zielstrebig – fast so wie die Mitarbeiter auf den Flurförderfahrzeugen, die immer wieder zwischen den Regalen auftauchten – ging es für die Besucher voran. Nach rund zwei Stunden vollgepackt mit Infos und Eindrücken, wurde am Schluss noch ein wichtiger Punkt angesprochen: die zurückkommenden Verpackungen und Waren. Jede Verpackung, ob Folie oder Holzkiste, jede Plastikflasche und jeder Sonderangebotsartikel werde weiter vermarktet oder wiederverwendet. Bentele: „Alles findet seinen Weg zurück.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren