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Osterberg

16.08.2019

Warten auf das Wildtiergehege in Osterberg

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2 Bilder
Dem Wildtier ganz nah: Schaugehege wie dieses in Senden locken Familien, Ausflügler und Schulklassen an.
Bild: Roland Furthmair

In Osterberg wollen Privatleute eine Heimat für Hirsche anlegen. Die könnte zur Attraktion werden. Doch zuvor sind aufwendige Vorbereitungen nötig.

Die Ansiedlung von Damwild im geplanten Schaugehege „Steinriesel Osterberg“ verzögert sich erheblich. Nach aktuellem Stand wird das Damwild-Gehege erst im nächsten Jahr errichtet werden können. Dies teilte Bürgermeister Rainer Schmalle kürzlich in einer Sitzung des Gemeinderats mit. Für das Vorhaben muss der Flächennutzungsplans geändert werden.

Hier soll eine Attraktion für das Rothtal entstehen: Der Bau eines Damwild-Schaugeheges am Ortsrand von Osterberg verzögert sich jedoch.
Bild: Armin Schmid

Bei dem Gehege handelt es sich um ein rund 17.000 Quadratmeter großes Gelände, das von Privatpersonen gebaut und betrieben werden soll. Betreiber werden Altbürgermeister Hermann Häußler sowie Alexander Martin Wiedmann sein. Geplant ist, das Gehege der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Die dort lebenden Tiere sollen eine Bereicherung und ein Anziehungspunkt für das Rothtal und den Rothtal-Radweg werden, heißt es. Familien, Kindergärten und Schulen sollen das Schaugehege als Bildungseinrichtung nutzen und das Damwild beobachten können. (Lesen Sie dazu auch: Er hat die Illertisser Hirsche zum Knutschen gern )

Zu Beginn ist ein Bestand von 10 bis 15 Tieren vorgesehen. Letztlich soll es sich aber auch um einen Naherholungsbereich handeln, der dem Naturschutz und der Grünflächenrenaturierung dient. Stichworte sind Insektenschutz und Nistplätze für heimische Wildvögel.

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Derzeit gilt das Areal laut Plan als Grünfläche

Derzeit ist das betreffende Areal im Osterberger Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen, die landwirtschaftlich genutzt wird. Bürgermeister Schmalle berichtete, dass angesichts der Größe und der Nutzung der Fläche eine Ausweisung als Sondergebiet erforderlich sei.

Auf Unverständnis stieß teilweise im Ratsgremium der Umstand, dass das Weiden von Kühen erlaubt sei –das für die mittelgroßen Hirsche jedoch nicht gelte. „Das verstehe ich nicht“, sagte dazu etwa Rat Wolfgang Berrens. Er fügte an, dass es sich dabei schon fast um eine „Gängelei“ handle. Der Bürgermeister betonte, dass die Zustimmung des Landratsamts benötigt werde und man daher um das Sondergebiet nicht herumkomme. Eine Nutzungsänderung zwischen Kuh und Reh sehe er allerdings auch nicht.

Betreiber des Geheges übernehmen Großteil der Kosten

Hinsichtlich der zu erwartenden Kosten für die Planänderung sagte Schmalle, dass die späteren Betreiber des Geheges Bauwerber den Großteil übernehmen wollten. Im Zuge der anstehenden Änderung solle auch eine Aktualisierung und die Digitalisierung des Flächennutzungsplans vorgenommen werden. Das werde die Gemeinde bezahlen.

Aufgrund dieser Sachlage könne das Damwild-Schaugehege nicht mehr wie geplant in diesem Jahr, sondern frühestens 2020 errichtet werden. Um dies verwirklichen zu können, müsse man nun jedoch zügig vorangehen.

Das Osterberger Ratsgremium sprach sich in der Sitzung einstimmig dafür aus, jetzt Angebote für die Vorbereitungen zur Flächennutzungsplanänderung nebst Ausweisung eines Sondergebiets einzuholen.

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