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18.04.2009

Warum der Pfau im Frühling ein buntes Rad schlägt

Oberschönegg Paula ist fasziniert. Auf dem Hof von Georg Miller steht ein wunderschöner Pfau. Blaue und grüne Federn schmücken sein prächtiges Rad. "Ach, wie die Farben in der Sonne leuchten!" Unsere kleine Zeitungsente ist hin und weg.

Von Paula Print und Dagmar Falzboden

"Warum schlägt euer Pfau eigentlich ein Rad?", will die neugierige Paula natürlich wissen.

"Ein Pfau ist eine königliche Hoheit. Er will sich bei der Henne königlich darstellen und sie beeindrucken", erklärt Miller.

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"Klar", weiß Paula. "Das schönste, prächtigste und stärkste Männchen bekommt die Weibchen, das ist in der Natur so." Paula findet, dass er wirklich wie ein König in prächtigem Gewand aussieht. Jetzt entdeckt unsere Zeitungsente auch die Henne. "Die sieht aber unscheinbar aus neben dem wunderschönen Männchen!" "Ja, aber sie kann auch ein Rad schlagen. Aber eben nur ein kleines", erzählt der Pfauenbesitzer und wirft Hansi, so heißt der Vogel, Körner auf den Boden.

Sogleich kommen von allen Seiten Hühner angerannt. Da wird es Paula angst und bang. Sie duckt sich auf den Boden. "Was ist denn das für ein unheimliches Geräusch?" "Das ist Hansi", klärt Miller unsere Ente auf. "Er zittert und raschelt mit den Federn, um die Hühner zu vertreiben." Und tatsächlich: Während Hansi sich stolz im Kreis dreht, bewegt er sein Rad so, dass es sich anhört, als würde der Wind durch Bäume rauschen. Dann klappt der Pfau sein Rad ein und stolziert um ein Auto, das im Hof parkt. "Was macht er denn jetzt?", wundert sich die kleine Ente.

Miller erzählt ihr, dass sich Pfauen gerne im Spiegel betrachten oder eben in glänzenden frisch gewaschenen Autos. Paula muss über den imposanten Vogel lachen.

Georg Miller hofft schon lange auf Pfauennachwuchs

Miller erzählt, dass er schon lange auf Pfauennachwuchs hofft. Etwa fünf Eier legt die Henne im Jahr. Aber als Vroni, das Pfauenweibchen, das letzte Mal gebrütet habe, habe sich ein Marder die Eier geholt. In freier Wildbahn leben Pfauen in Indien. Dort halten sie sich bevorzugt im Dschungel auf hügeligem Gelände auf. "Schade, dass ich nicht so schöne bunte und glänzende Federn habe", bedauert Paula.

Da geht Miller in den Schuppen und bringt Paula einige Federn. "Pfauen verlieren im Herbst ihren Stoß, so nennt man die schleppenartigen Schwanzfedern", erklärt Miller.

"Dann ist unser Hansi überhaupt nicht mehr stolz. Im Gegenteil: Er versteckt sich, so, als würde er sich schämen."

Dass Pfauen über den Winter ihren schönen Stoß verlieren, tut Paula ein bisschen leid. Aber über die Federn, die der Landwirt ihr geschenkt hat, freut sie sich riesig. "Jetzt kann ich mich auch schmücken!" Und sogleich steckt sie sich links und rechts die schillernden Federn an.

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