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Kellmünz

28.11.2018

Warum die Pläne für die Kellmünzer Sporthalle auf Eis liegen

Der Bauantrag für den Neubau der Sporthalle wurde in letzter Minute verworfen. Nun wird über einen Neubau auf den Kiesparkplatz nachgedacht.
Bild: Armin Schmid

Mit dem Bau des Gebäudes kann 2019 nicht begonnen werden. Es gibt Probleme bei der Entwässerung und dem Brandschutz.

Eine überraschende Nachricht ist bei der vergangenen Sitzung des Kellmünzer Marktrats auf den Tisch gekommen: Der Bau der geplanten Sporthalle kann in der vorgesehenen Form nicht verwirklicht werden. Das teilte Bürgermeister Michael Obst mit. Eigentlich hätte das Gremium dem Bauantrag zustimmen und die Weichen für den Baubeginn im kommenden Jahr stellen sollen. Nun ist die Projektplanung in letzter Minute verworfen worden.

Ausschlaggebend sind laut Bürgermeister bauliche Gründe. Die Entwässerung der neuen Sporthalle wäre nur sehr schwer realisierbar gewesen, hieß es in der Sitzung. Zudem hätte die Entwässerung teilweise über ein Nachbargrundstück geführt werden müssen. Laut Architekt und Ratsmitglied Christian Anders wäre auch der Einbau eines Pumpwerks keine zufriedenstellende Lösung gewesen. „Es gibt keine wirtschaftliche Lösung, diese Abwasserleitung zu sanieren.“ Letztlich hätten für eine vernünftige Verlegung der Entwässerung im Erdreich unter der Halle alle Gebäudeteile westlich des Musikerheims abgerissen werden müssen. Probleme bereitete ebenfalls der Brandschutz. Unter anderem hätte eine Grenzbebauung auf einer Länge von rund 50 Metern die Pläne für die Halle eingeschränkt. Und da der Bestandschutz der alten Halle verloren geht, hätten beim Neubau an gleicher Stelle strengere Brandschutzrichtlinien eingehalten werden müssen. Aufgrund des Umstands, dass sowieso fast das komplette alte Gebäude abgerissen werden sollte, wurde nun die Idee eines Neubaus an anderer Stelle in den Raum gestellt.

Kellmünzer Sporthalle: Neubau an anderer Stelle?

Damit lägen keine Einschränkungen durch die Grenzbebauung mehr vor, so Obst. „Vorschlag: Wir denken das Projekt noch mal von vorn“, sagte er. Wie berichtet, war insgesamt von 1,7 Millionen Euro für die neue 400 Quadratmeter große Halle die Rede. Die alte Turnhalle sollte teils abgerissen und neben dem jetzigen Eingangsbereich ein Mehrzweckraum geschaffen werden. Auch Zuschüsse wurden einkalkuliert. Im August wurde dann bereits alles für den Bauantrag vorbereitet – jetzt liegt alles auf Eis.

Der Zweite Bürgermeister Helmut Rieder sprach deswegen von einer schlechten Nachricht, da das Bauvorhaben dann noch teurer werde. Die gute Nachricht sei aber, dass ein besseres Konzept umgesetzt werden könne. Der Zuschuss der Gemeinde mit 700000 Euro sei allerdings schon die Obergrenze. Eine Million Euro könne man nicht zuschießen, so Rieder. Bei einem kompletten Neubau an einem anderen Standort sei laut Architekt Anders nach einer ersten, groben Schätzung mit Mehrkosten von rund 250000 Euro zu rechnen. Als Standort wäre laut Planer der Kiesparkplatz vor der jetzigen Turnhalle geeignet. Der Trainingsplatz der Fußballer würde um rund acht Meter kürzer werden. Die Flutlichtanlage und das Musikerheim sollen erhalten bleiben.

Bauantrag wurde von der Tagesordnung genommen

Ein Vorteil wäre, dass der Turnbetrieb in der Halle während des Baus des neuen Gebäudes aufrechterhalten werden könnte. Die Anpassung der Planung und neuerliche Beantragung der Zuschussmittel benötigt laut Obst viel Zeit. „Da kommen wir nächstes Jahr sicher nicht zum Bauen.“ Dies wäre frühestens 2020 der Fall. Die Räte entschieden einstimmig, den Bauantrag von der Tagesordnung zu nehmen.

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