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Unterroth

15.01.2019

Was die Zukunft für Unterroth bringt

Pfarrer Johann Wölfle und Bürgermeister Gerhard Struve stoßen auf die gute Gemeinschaft im Dorf an, die weiter gepflegt werden soll.
Bild: Regina Langhans

Bürgermeister Gerhard Struve erinnert zum Jahresauftakt an die bald startende Arbeitsgemeinschaft für ländliche Entwicklung. Auf was sich das Dorf alles einstellen muss.

Den Neujahrsempfang der Gemeinde Unterroth mit Vertretern von Kirche, Vereinen und Gemeinderäten hatte Bürgermeister Gerhard Struve unter ein sperriges Motto gestellt: „Land- und Forstwirtschaft, Gewässer, Natur, Naherholung und Dorf“. Etwa 40 geladene Gäste waren in die Bürgerstube gekommen. Bürgermeister und Ortspfarrer Johann Wölfle stießen auf die Fortsetzung ihres guten Miteinanders an. Die Unterrother Sänger und Saitenmusik unter Leitung von Hermann Dreier umrahmten den Empfang festlich.

Der Bürgermeister streifte zurückliegende Ereignisse im kommunalpolitischen wie gesellschaftlichen Bereich – seien es der Bauhof, die Straßen- und Kanalsanierung oder das 41. Dorffest – in Schlagworten. Auch dem Ehrenamt zollte er Wertschätzung: „Ich bitte, in eurer Aktivität nicht nachzulassen, denn eure Vereinsarbeit macht Unterroth lebens- und liebenswert.“ Struves Rede galt der Zukunft, für die es die Weichen gestellt werden müssen: „Die Bürger müssen sich Gedanken machen, wohin ihr Weg führen soll.“ Die Kommune zähle jetzt 1087 Einwohner, sodass bei der am 15. März bevorstehenden Kommunalwahlen nicht acht sondern zwölf Gemeinderäte aufgestellt und gewählt werden müssten. Ob bald auch ein Supermarkt im Ort benötigt werde, sei eine andere Frage. Ein Dorfladen mit Bäckerangebot und anderem hingegen sei nötig. „Wir haben den Lebensmittelmarkt in Buch wie wir auch anderes im Rothtal miteinander teilen,“ so Struve.

Auch in Unterroth gibt es Flächenfraß

Unterroth müsse sich überlegen, ob es ein Dorf bleiben wolle oder nicht. Diese und damit zusammenhängende Fragen seien Thema der neu gebildeten Initiative „Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept“ (Ilek), die noch im Januar ihre Arbeit aufnehmen werde.

Struve: „Wir haben ländliche Strukturen, obgleich auch bei uns der Flächenverbrauch voranschreitet.“ Mangels Möglichkeiten innerhalb des Orts sei gute Ackerfläche in ein Baugebiet verwandelt worden. Inzwischen werde aber überall die Ortskernverdichtung angestrebt, doch dazu müsse die Bereitschaft zum Flächenverkauf vorhanden sein.

Damit die vorhandene Landwirtschaft auch eine Zukunft habe, gebe es das Kernwegekonzept, ein Innenentwicklungskataster werde gefordert. So müssen zum Beispiel wichtige Wirtschaftswege für schwere Traktoren zu befestigt werden. Dafür werden womöglich genauso Randflächen gebraucht wie für Ufersanierungen der Roth, um das Dorf vor Jahrhunderthochwasser zu schützen.

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