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Vox-Sendung

12.10.2018

Was eine Frau aus Illertissen bei "Zwischen Tüll und Tränen" erlebte

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2 Bilder
Die 28-jährige Nadine Karger hat in einer Fernsehsendung ihr Hochzeitskleid gefunden.
Bild: Nadine Narger

Nadine Karger hat sich auf der Suche nach ihrem perfekten Brautkleid von einem Vox-Team filmen lassen. So war die Teilnahme an der Sendung für sie.

Weiß sollte es sein, aber nicht unbedingt schneeweiß. Und silberfarbene Akzente sollte es haben. Das war Nadine Karger bei ihrem Hochzeitskleid wichtig. Ansonsten hatten sie keine bestimmten Vorstellungen: „Ich bin eigentlich gar kein Kleidertyp“, sagt sie. Deswegen habe sie eine ganz schlichte A-Linie für sinnvoll gehalten, wie sie im Gespräch mit unserer Redaktion sagt. Aber Kleid ist eben nicht gleich Kleid und schon gar nicht, wenn es um den Traum in Weiß geht. Deswegen hatte sich die 28-Jährige gebürtige Biberacherin, die sich selbst als perfektionistisch bezeichnet, kurzerhand dazu entschlossen, sich auf jeden Fall in Fachfrauenhände zu begeben. Brautmodenläden gibt es schließlich etliche. Und Karger, die in Illertissen lebt, hatte bereits ein bestimmtes Geschäft im Blick: Den Laden Cecile von Maritta Emser, den sie aus der Vox-Sendung „Zwischen Tüll und Tränen“ kannte.

Eigentlich, so Karger heute, hatte sie die Sendung vor ihrem Entschluss, selbst daran teilzunehmen, nur zwei-, dreimal gesehen. Aber als sie im Fernsehen die kompetent wirkende Emser durch ihr Münchner Geschäft huschen sah, habe sie gemerkt: Die Frau hat Ahnung. „Ich fand die einfach gut. Die hat Berufserfahrung, die weiß was. Dann dachte ich mir, da gehe ich hin.“ Im August vergangenen Jahres kontaktierte sie Emser, im November hatte sie ihr Traumkleid bereits in der Tasche, wenn man so will. „Das war der erste Brautmodenladen und der einzige in dem ich war“, sagt Karger. Sie hatte auf Anhieb Erfolg.

Das Brautpaar vor einigen Tagen bei der Hochzeit in Illertissen.
Bild: Nadine Karger

"Zwischen Tüll und Tränen": Braut hat bei Vox Tränen im Gesicht

Aber so ganz normal lief die Suche nach dem Hochzeitskleid eben doch nicht ab. Schließlich war Karger ja nicht nur in Begleitung von ihrer Trauzeugin und einer Freundin unterwegs, sie wurde auch noch von einem Kameramann, einem TV-Mitarbeiter, der das Mikrofon bediente und einer Fernseh-Redakteurin begleitet. Die 28-Jährige störte sich jedoch nicht am „Zwischen Tüll und Tränen“-Team, wie sie sagt: „Ich hatte da gar keine Schwierigkeiten. Im Gegenteil.“ Ab und an verhaspeltete sie sich, weil sie nicht darauf geachtet habe, dass die Kamera die Szenen aufzeichnete. „Wenn dann später Untertitel bei mir eingeblendet werden, dann wandere ich aus“, gibt sie zu und lacht. Das Team sei sehr locker, alles sei ganz fix gegangen und innerhalb von etwa eineinhalb Stunden sei der Kauf abgewickelt gewesen.

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Die quirlige Geschäftsfrau Emser hatte Karger zuvor zwei Kleider in die Kabine gebracht. Beim Zweiten, sei sie völlig hin und weg gewesen. „Das war mein Kleid. Ich glaube, Maritta Emser sah es sogar an meinen Augen.“ Es wurde, wie könnte es anders sein, übrigens eine A-Linie mit silbernen Akzenten. „Und meine Trauzeugin und meine andere Freundin haben mich schon in einem Prinzessinnen-Kleid gesehen“, sagt sie und lacht erneut. Das sei für sie aber nicht infrage gekommen. „Zwischen Tüll und Tränen“-Fachfrau Emser, die Karger als herzliche Frau beschreibt, hingegen hätte sofort den richtigen Riecher gehabt. „Sie kann zaubern“, meint Karger begeistert.

So gut, dass die so taff wirkende 28-Jährige sogar ein paar Tränchen verdrückte, als sie zum ersten Mal ihrem Spiegelbild im Hochzeitskleid gegenüberstand. Ihr sei davor nicht klar gewesen, warum so viele angehende Bräute bei der Anprobe weinten, sagt sie. Doch dann sei es ihr genauso ergangen. „Selbst wenn man nie eine Prinzessin sein wollte“, meint Karger, „in diesem Moment sieht man einen anderen Menschen im Spiegel“. Sie sei überwältigt gewesen und von den Emotionen übermannt worden. Das Hochzeitskleid für etwa 1300 Euro hat Karger nach dem Kürzen rund zwei Wochen vor der Trauung erhalten.

Freunde und Familie waren anfangs natürlich überrascht von Kargers Vorhaben, ein Brautkleid in einer Fernsehsendung vor Tausenden Zuschauern finden zu wollen. Doch ihr Beispiel zeigt, dass es funktionieren kann.

Dann kam das Ja-Wort in Illertissen

Vor gut zwei Wochen gaben sich die 28-Jährige und ihr 45-jähriger jetziger Mann Peter in Illertissen das Ja-Wort. Gefeiert wurde mit 200 Gästen in der Weikmann-Halle in Au, außerdem fuhr extra für das Brautpaar ein Korso aus Oldtimer-Bulldogs durch die Stadt. „Es war eine spektakuläre Hochzeit“, ist sich Karger sicher.

Und die Freude über den großen Tag ist noch nicht vorbei: Die Vox-Sendung, in der die Frischverheiratete mitmacht, wird erst noch ausgestrahlt. Wann genau, kann der Sender auf Nachfrage noch nicht sagen. Die 28-Jährige plant aber schon das nächste Event: „Wir machen eine ’Zwischen Tüll und Tränen‘ Party“, verspricht die Angetraute. Am Ausstrahlungstag sollen Freunde und Familienangehörige die Kargers dann besuchen. Mal sehen, ob es da vielleicht doch noch die ein oder andere Überraschung zu sehen gibt.

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