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Illertissen / Au

03.12.2018

Was eine musikalische „Tour de France“ zu bieten hat

Auch die jungen Musiker hatten viel Freude beim Jahreskonzert des Musikvereins Au/Iller in der Josef-Weikmann-Halle.
Bild: Roland Furtthmair

Der Musikverein Au/Iller nimmt die Zuhörer mit auf eine fantasievolle Reise. Junge Künstler zeigen dabei ihr Können.

Bonjour Frankreich – unter diesem Motto hat der Musikverein Au/Iller bei seinem Jahreskonzert in der Josef-Weikmann-Halle viele Besucher mit auf eine musikalische „Tour de France“ genommen. Dirigent Jörg Stegmaier hatte die Musiker drei Monate lang auf diesen Höhepunkt vorbereitet – mit großem Erfolg, wie sich nun zeigte. Die Besucher bekamen einiges geboten.

Der Auftakt mit der Jugendkapelle BAB (Bellenberg/Au/Betlinshausen/Jedesheim) unter der Leitung von Christoph Erb ließ gleich zu Beginn erkennen, über welch erstaunliches Potenzial die Jugend der heimischen Blaskapellen verfügt. Nach „Highlights from Cats“ (frei nach dem Musical von Andrew Lloyd Webber) bedankten sich die Jungmusiker für den verdienten Applaus mit der Zugabe „Marsch der Forelle“.

Moderator Manfred Beurer erwies sich als gut vorbereitet – er hatte zu jedem Musikstück die passenden Informationen bereit und so blieben die Gäste nach dem ersten Streckenabschnitt der Tour de France bei den folgenden Darbietungen des mit einigen Gastmusikern verstärkten Musikvereins Au stets gut unterrichtet. Es ging um das französische Lebensgefühl, die abwechslungsvollen Reize der verschiedenen Regionen und vor allem darum, dass Chansons keinem Musikstil zugeordnet werden können. Ob Blues oder Tango, ob Marsch oder Rockballade, Swing oder Flamenco oder schlichte walzerartige Klänge – die unterschiedlichsten Ausprägungen der Musik blieben allgegenwärtig. Der Musik, wie sie in Künstlervierteln, in Cabarets oder in Tanzbars gespielt und gelebt wird. Nach „La Legende de Sainte Odile“ ging es vom Elsass in die Hauptstadt Paris zur Filmmelodie „Der Glöckner von Notre Dame“. Bemerkenswert bei „Vive la France“, einem Medley bekanntester Melodien, war die Solistin Manuela Ohmayer, die sowohl typische Klänge auf dem Akkordeon einspielte als auch das dazugehörige Trompetensolo meisterte.

An den Hits aus den 1980er-Jahren hatten auch die erstmals im großen Auer Orchester mitspielenden Jugendlichen Michaela und Barbara Ohmayer sowie Simon Birnstein ihre Freude, bevor die Besucher mit viel Schwung und Jacques Offenbachs Komposition „Orpheus in der Unterwelt“ verabschiedet wurden.

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