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Babenhausen

07.12.2019

Was sich an der Babenhauser Lindenstraße ändern soll

Die Lindenstraße soll auf Vordermann gebracht werden.
Bild: Sabrina Schatz (Archivbild)

Neue Rohre müssen her – doch wie soll sich der Bereich oberirdisch wandeln?

Die Lindenstraße in Babenhausen soll saniert werden – insbesondere, weil der Boden ein Problem birgt: marode Wasserleitungen. Der Marktrat hat sich nun Vorschläge angehört, wie die Straße im Zuge des dringend notwendigen Austauschs der Rohre neu gestaltet werden könnte. Letztlich entschied sich das Gremium für „eine optimierte Herstellung des Ist-Zustandes“, wie es Stefan Bäumler vom Ingenieurbüro nannte. Man könnte sagen: Der Lindenstraße wird eine Frischzellenkur verpasst, sie wird sich danach aber nicht in komplett verändertem Antlitz präsentieren.

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Der Marktrat hatte den Planer im November damit beauftragt, Varianten für die Gestaltung der Straße zu präsentieren. „Es gibt da ehrlich gesagt nicht so viele Möglichkeiten“, sagte der nun in der Sitzung. Die Häuser reihen sich eng aneinander, folglich sind viele Hofeinfahrten zu beachten. Außerdem verläuft laut Bäumler eine Gasleitung knapp neben dem Gehweg. Hinzukomme, dass in diesem Bereich oftmals Autos am Straßenrand parken.

Dennoch gebe es an der einen oder anderen Stelle Optionen. Die erste Variante – mit überschaubaren Änderungen – beinhaltet etwa eine Schleppkurve und einen auf westlicher Seite durchgängigen, rund 1,70 Meter breiten Gehweg. Zudem soll dieser im Norden der Straße mehr vom Hof der dortigen Brennerei abgegrenzt werden. Andreas Birk (CSU) fragte, ob der Gehweg noch breiter sein und so über die Gasleitung hinweg reichen könnte. Bäumler antwortete, eine gewisse Straßenbreite nicht unterschreiten zu wollen. „Fünf Meter Breite würde ich mich nicht mehr trauen.“

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Als weitere Varianten nannte Bäumler eine Parkplatzreihe und kleinere, bepflanzte Einengungen, die allerdings Fläche wegnähmen. Elfriede Rothdach (CSU) wies darauf hin, dass das für den Winterdienst unpraktisch wäre. Bürgermeister Otto Göppel (CSU) sprach sich letztlich für die erste Variante aus, die Räte schlossen sich an.

Fraktionskollege Martin Gleich hatte eine Anregung: Wegen der vielen Einfahrten sei der Gehweg mal mit einem Hochbord, mal mit einem Tiefbord versehen, sprich: Er verläuft in Wellen. „Das ist für jemanden im Rollstuhl ein Problem“, gab Gleich zu bedenken. Ein durchgehendes Tiefbord verhindere dies. Damit aber hätte Karin Lepschy (Liste engagierter Bürger) Probleme: Kinder, deren Schulweg über die Lindenstraße führt, erkennen womöglich keine Abgrenzung zwischen Gehweg und Straße. Bäumler riet zum Kompromiss: nämlich, die Bordsteinhöhe auf sechs Zentimeter zu verringern. Martina Gleich (JWU) brachte eine Geschwindigkeitsbegrenzung ins Spiel.

Die nächsten Schritte: Bäumler kündigte an, im Januar eine detailliertere Planung vorlegen zu wollen. Voraussichtlich bis Februar werde ein Bodengutachten erstellt. Eine gute Nachricht: Der Kanal unter der Straße ist offenbar in Ordnung. „Im Großen und Ganzen muss da nichts gemacht werden.“

Weiteres zur Lindenstraße: Lindenstraße: Marode Wasserleitungen bereiten Sorgen

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