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Kettershausen

23.04.2015

Wasserversorgung und Baugebiete bewegen die Bürger

Die Kettershauser Gemeindehalle war ebenfalls Thema bei der Bürgerversammlung. Derzeit untersucht ein Statiker den Zustand des Bauwerks.
Bild: Zita Schmid

In Kettershausen gab es viele Fragen zu aktuellen Themen.

Nach dem Bericht von Bürgermeisterin Susanne Schewetzky und den Ausführungen ihres Stellvertreters Markus Koneberg zum Start der Dorferneuerung hatten bei der Bürgerversammlung in Kettershausen die Besucher das Wort. Hier ein Ausschnitt zu Themen, die diskutiert wurden:

Wasserversorgung: Bei diesem Punkt meldete sich Hermann Koneberg. Er monierte die hohen Betriebskosten für eine mögliche Verbundleitung mit Babenhausen. Eine solche Leitung ist neben der Sanierung der Quellen in Bebenhausen und dem Bau eines zweiten Tiefbrunnens eine von derzeit drei in Betracht gezogenen Varianten für eine zusätzliche Wasserversorgung. Hintergrund ist, dass der Kettershauser Tiefbrunnen regeneriert werden muss. Laut Gutachten würden die Jahresbetriebskosten hier über 87000 Euro betragen. Wie die Bürgermeisterin erläuterte, ergeben sich solche hohen Kosten, wenn der ganze Wasserbedarf über Babenhausen bezogen wird. Werde eine solche Leitung nur als Notversorgung gebaut (für die Dauer der Regeneration und anschließend nur tägliches „Durchspülen“ der Leitung), würden sich die Betriebskosten reduzieren. Nach Meinung von Karl Herzog sollte Kettershausen bei seiner Wasserversorgung selbstständig bleiben. Den Quellen in Bebenhausen sprach er eine sehr gute Wasserqualität zu, um die andere Gemeinden „froh wären“.

Baugebiet Kiesgrubenäcker: Wie mehrfach berichtet, soll dieses 3,4 Hektar große Gebiet zwar komplett überplant, aber – bei Bedarf – nach und nach in drei Bauabschnitten erschlossen werden. Für den ersten Abschnitt mit 15 Bauplätzen, der nun realisiert werden soll, muss noch keine Linksabbiegespur gebaut werden. Bauinteressierte hatten sich beim Landratsamt dafür eingesetzt, dass auf diese Abbiegespur mit geschätzten Kosten für die Gemeinde von rund 200000 Euro für den ersten Bauabschnitt noch verzichtet wird. Beginnt der zweite Bauabschnitt, muss eine solche Spur von der B300 ins Baugebiet angelegt werden. Stefan Herzog sagte, diese Kosten müssten von Anfang an auf das ganze Baugebiet umgelegt werden, nicht nur auf die ersten beiden Bauabschnitte. Bürgermeisterin Schewetzky verwies auf den „runden Tisch“, der kürzlich stattgefunden hat. Bei diesem Treffen von Bauinteressierten und Gemeinde wurde dieses Thema wohl diskutiert und offenbar war auch Stefan Herzog anwesend. Bei der Bürgerversammlung ging Schewetzky deshalb nicht mehr darauf ein. Karl Herzog meinte, bei den Themen „Kiesgrubenäcker“ und Linksabbiegespur hätte die Gemeinde Minuspunkte gesammelt. Denn es würde nicht für einen engagierten Gemeinderat sprechen, wenn sich Bauinteressierte selber an das Landratsamt wenden müssten. Diesem Vorwurf widersprach die Bürgermeisterin.

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Baugebiet Kirchenäcker: Wie die Bürgermeisterin auf Frage von Michael Markthaler erklärte, sind aktuell zwei Bauplätze verkauft. Einige Plätze seien reserviert.

Gemeindehalle: Andreas Stiegeler interessierte der Zeitplan für die Sanierung der Gemeindehalle. Schewetzky betonte die hohen Kosten. Derzeit sei aber ein Statiker daran, den Zustand der Halle zu untersuchen. Eine Sanierung könnte auch im Rahmen der Dorferneuerung gemacht werden, da gegebenenfalls Fördergelder zu erwarten seien.

Weitere Themen waren die Straßenbeleuchtung, die nach und nach auf LED-Leuchten umgestellt werden soll und das Versetzen des Ortsschildes in Zaiertshofen Richtung Ebershausen. Dort am Ortsrand sind neue Wohnhäuser entstanden. Die Geschwindigkeit der durchfahrenden Fahrzeuge ist offenbar unangemessen hoch. Das Schild soll weiter ortsauswärts verschoben werden.

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