1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Weihnachten, Ostern und Weltmeisterschaft

Bildung

24.07.2014

Weihnachten, Ostern und Weltmeisterschaft

Prosit, das Werk möge gelingen! Das wünschten sich nach dem Spatenstich für die Erweiterung des Illertal-Gymnasiums von links: Architekt Ludwig Karl, Altlandrat Erich Josef Geßner, Bauunternehmer Kurt Motz, IGV-Schulleiter Ralf Schabel, Vöhringens Bürgermeister Karl Janson, Landrat Thorsten Freudenberger und Sendens Bürgermeister Raphael Bögge.
Bild: Ursula Balken

Freude beim Spatenstich zur Erweiterung und Generalsanierung des Illertal-Gymnasiums

Ein weiß-blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, lauter zufriedene Mienen der Gäste – besser hätte der Start für die Erweiterung des Illertal-Gymnasiums nicht ausfallen können. Geradezu synchron stießen Landrat Thorsten Freudenberger, Altlandrat Erich Josef Geßner und Schulleiter Ralph Schabel zusammen mit Architekt, Vertretern der Politik und der Baufirma die Spaten ins Erdreich. Damit war die Startrakete gezündet. Das Gymnasium wird saniert und beträchtlich erweitert. Das kostet den Kreis 18,4 Millionen Euro.

Für Landrat Freudenberger schließt sich ein Kreis, wie er sagte. 1983 habe er als Fünftklässler die Schule betreten und 1992 mit dem Abitur in der Tasche verlassen. Jetzt sei sie über 30 Jahre alt und reif für eine Sanierung und Erweiterung. Jetzt stehe er im Gymnasium als Landrat und freue sich, etwas für „unsere Schule“ tun zu können. Denn es ist eine Einrichtung für zwei Städte – für Vöhringen und Senden. Dass das IGV überhaupt entstanden ist und noch dazu im Norden von Vöhringen steht, sei Verdienst von Erich Josef Geßner, der damals Bürgermeister von Vöhringen war. Mit der Positionierung der neuen Schule in Sichtweite von Senden wurde ein Kompromiss gefunden. Denn Senden hätte auch gerne ein Gymnasium gehabt.

Freudenberger betonte, Bildung sei im Kreis nach wie vor das Thema Nummer eins. Denn in den nächsten drei Jahren würden hierfür 125 Millionen Euro ausgeben. Der Landrat, selber Gymnasiallehrer, wünscht sich aber, dass in den bayerischen Oberschulen wieder Ruhe einkehrt. Auch ein wenig Lob könne nicht schaden für Lehrer und Schüler, die mit dem G8 gut zurechtkommen. Der Landrat freut sich, wenn er nach zwei Jahren – so lange sollen die Arbeiten dauern – das erweiterte Gymnasium fertig ist.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Endlich geht’s los“, sagte Schulleiter Ralf Schabel mit einem Seufzer der Erleichterung. Es sei ein großes Glück, diesen Kreis, der so viel für das IGV tut, an seiner Seite zu haben. Schabel dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass nun endlich erweitert wird. Irgendwie, so der Schulleiter, sei das ein Gefühl „wie Weihnachten, Ostern und eine gewonnene Weltmeisterschaft zusammen.“ Für Schabel ist das IGV „die schönste Schule der Welt, die jetzt ein ganzes Stück weiterkommt.“

Auch im Namen seines Bürgermeisterkollegen Raphael Bögge aus Senden freute sich Janson, dass für die Schüler gute Rahmenbedingungen geschaffen werden. Architekt Ludwig Karl ging im Einzelnen auf die Baumaßnahmen ein (siehe Info-Kasten) Der Erweiterungsbau gliedere sich wie ein Flügel an den bestehenden Baukörper an. In jedem Falle werde die Schule den Charakter, den sie jetzt ausstrahle, behalten, „aber sie wird weiter entwickelt.“

Die zahlreichen Gäste – unter anderem die Gründungsväter des IGV, Altlandrat Geßner sowie Oberstudiendirektor Herbert Maier a. D. – machten sich aus der Mensa auf in Richtung der schön aufgereihten Spaten. Zutage gefördert wurde eine Kiste mit einer Magnum-Flasche Sekt. Beherzt packte sie Ralf Schabel, um sie zu öffnen. Das gelang nicht auf Anhieb. Aber auch ein abgebrochener Korken konnte den Schulleiter nicht aus der Ruhe bringen. Mit ein wenig Hilfe konnte der prickelnde Inhalt dann doch in die Gläser gegossen werden.

besuchten im zu Ende gehenden Schuljahr das Illertal-Gymnasium, davon wohnen 195 in Vöhringen, 233 kommen aus Senden. Aus Illertissen sind es 80 Schüler, aus Bellenberg 71, aus Neu-Ulm 23, aus Altenstadt sind es 18, ein Schüler stammt aus Weißenhorn und 40 aus sonstigen Orten vor allem aus Baden-Württemberg.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Bereitsd2(1).tif
Weißenhorn

Wie gut funktioniert die Bereitschaftspraxis an der Stiftungsklinik?

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen