1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Welche Straßen werden ausgebaut?

15.12.2018

Welche Straßen werden ausgebaut?

Oberrother Räte ebnen Weg für Arbeiten im Ort

In Oberroth ging es während der Gemeinderatssitzung um den Untergrund – genauer gesagt um den Ausbau unfertiger Straßen, denn dafür wurden nun die ersten Schritte in Bewegung gesetzt. Getreu dem Motto: „Wir müssen das Gemeinwohl vor Augen haben“ behandelten die Räte das Thema um den eventuellen Ausbau „unfertiger Anlagen und Straßen“ im Ort. Jeweils einstimmig vergab das Gremium die Aufträge für Baugrunduntersuchungen und Grundlagenvermessung in den Straßen Amselweg, Buchenweg und Sahlenberg an die ermittelten günstigsten Anbieter. Die Kosten belaufen sich für den Amselweg auf mehr als 6000 Euro, für den Buchenweg auf rund 4000 Euro sowie für den Sahlenberg auf mehr als 4000 Euro.

Die Änderung des Kommunalabgabegesetzes (KAG) zum 1. April 2016 und die am 14. Juni 2018 erfolgte Abschaffung der Straßenausbaubeiträge durch den Bayerischen Landtag hätten die Kommunen mit einer völlig neuen Sachlage konfrontiert, erläuterte Bürgermeister Willibold Graf. Mit Blick auf die für 31. März 2021 festgelegte Frist müsse die Gemeinde zeitnah Entscheidungen treffen. Es gehe darum, ob und welche Straßen bis Ende März 2021 ausgebaut werden sollen. Laut Graf schaffe diese Situation in der Gemeinde „ein Spannungsfeld, das keiner von uns gewollt hat.“

Bereits 2016 habe der Oberrother Gemeinderat eine Aufstellung der „unfertigen Anlagen und Straßen“ erarbeitet und eine Prioritätenliste erstellt. Vorbehaltlich der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde und der Dorfentwicklung wurde damals ein vorrangiger Ausbau der Straßen Buchenweg, Zum Pestkreuz, Sahlenberg und Amselweg vorgesehen. Mit der Vergabe der Baugrunduntersuchungen sowie der Grundlagenvermessung werde aber noch keine endgültige Entscheidung gefällt, welche Straßen ausgebaut werden, stellte Bürgermeister Graf klar. Diesbezüglich behalte sich der Gemeinderat eine Entscheidung vor. Laut Graf sei allerdings zu bedenken, dass die Oberroth nach Ablauf der Ausschlussfrist sämtliche Erschließungskosten für Straßen als sogenannte „Altanlagen“ vollständig zu tragen habe. Vorab hatte Markus König vom Ingenieurbüro Fassnacht den Ratsmitgliedern detailliert die Gründe erläutert, weshalb im Vorfeld eines Straßenausbaus eine Baugrunduntersuchung unumgänglich sei. Diese gebe Aufschluss über die Schichtenfolge, Frostsicherheit sowie unter anderem der Trag- und Versickerungsfähigkeit eines Baugrunds. Laut König trage der Bauherr die Verantwortung für den Grund. (clb)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_8781.tif
Babenhausen

Ehrenamt: 57 Babenhauser Schüler erhalten Zertifikat

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden