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Illertissen

27.06.2019

Weltdufttag: Ein Illertisser Duftforscher im Kurzinterview

Hanns Hatt

Hanns Hatt ist ein international renommierter Wissenschaftler und forscht zu Gerüchen.

Heute ist Weltdufttag. Ein Illertisser hat in den vergangenen Jahren Entscheidendes zur Forschung auf diesem Themengebiet beigetragen: Professor Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt. Der international renommierte Wissenschaftler ist 1947 in Illertissen geboren und ging in Dillingen zur Schule. An der Uni Bochum und an der Johannes Gutenberg Stiftungsprofessur in Mainz hat er der Duftforschung zu hoher Anerkennung verholfen. Unserer Redaktion hat er Fragen zu seiner Arbeit beantwortet.

Herr Professor, Sie haben mit Ihren Forschungen ein ganz neues Bild von der Bedeutung des Dufts im menschlichen Leben geschaffen.

Professor Hat: Vor allem unsere Forschung der letzten 15 Jahre, in denen wir gezeigt haben, dass sich die Duftrezeptoren aus der Nase über den ganzen menschlichen Körper verteilt haben und in den unterschiedlichen Geweben enorme Bedeutung haben, wird (endlich) weltweit wahrgenommen und findet entsprechende Anerkennung in wissenschaftlichen Publikationen.

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Welche praktische Bedeutung hat diese Entdeckung für das menschliche Wohlbefinden?

Professor Hat: Die Aktivierung eines Riechrezeptors in Hautzellen kann die Wundheilung um 40 Prozent beschleunigen oder in Haarzellen die Lebensdauer der Haare verlängern. Im Darm können die Rilpechrezeptoren die Verdauung verbessern, den Blutdruck beeinflussen und unser Herz schneller oder langsamer schlagen lassen.

Ist es richtig, dass Ihre Forschungsergebnisse auch den Kampf gegen Krebserkrankungen unterstützen?

Professor Hat: Aktive Riechrezeptoren können das Wachstum von Krebszellen reduzieren und damit neue therapeutische Ansätze zur Behandlung bieten. Sie sehen: Ein sehr spannendes Gebiet.

Die Fragen stellte Erich Pawlu

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