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Illertissen

04.10.2016

Wenn Hunde über Wippen springen

Agility – eine spannende, neue Hundesportart für den Schäferhundeverein Illertissen: Unser Bild zeigt Larissa Vogler mit ihrem Hund Mona bei der Bewältigung des Hindernisparcours – im foto auf der Wippe.

Zum ersten Agility-Turnier kommen 160 Teilnehmer nach Illertissen. Auch die Gastgeber schneiden gut ab.

Über Wippen laufen, Slalomstangen umkurven und durch den Tunnel vorarbeiten – für die teilnehmenden Hunde samt Hundeführer des ersten Agility-Turniers beim Schäferhundeverein in Illertissen war das eine anspruchsvolle Aufgabenstellung. sie musste obendrein im Wettkampfmodus bewältigt werden.

Konzentriert stehen Larissa Vogler und ihr Hund, ein Appenzeller-Bordermix am Start des Hindernisparcours. Letztlich geht es für die junge Bellenbergerin darum, Strecke und Aufgaben im Team mit ihrem Hund schnell und fehlerfrei zu bewältigen. Während des Wertungslaufs muss der Hund Wippen, Wand, Steg, Tunnel oder Slalomstrecke passieren. Mit Kommandos und Körpersprache gibt das Herrchen die Richtung vor. „Ich bin sehr zufrieden, wir sind gut durch die Hindernisse gekommen“, betonte die junge Bellenbergerin und streichelte ihren Vierbeiner anerkennend.

„Für uns ist das noch Neuland“, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Schäferhundevereins Günther Hörrmann mit Blick auf das erste Turnier dieser Art und diese noch relativ junge Hundesportart. Ziel der Illertisser Ortsgruppe des Vereins für Schäferhunde ist es, alle Hundesportarten anzubieten. Dies gilt auch für den Agility-Bereich. Interessierte können sich jeden Donnerstag ab 19 Uhr am Training auf dem Vereinsgelände beteiligen. Das Training selbst soll nicht vorrangig den Turnier-, sondern vor allem den Breitensport ansprechen. Entstanden ist diese Hundesportart in den 1970er Jahren. Aus den ersten Springturnieren für Hunde wurde der Aility-Sport geboren. „Weil es dem Hund Spaß macht, weil er bewegt und ausgelastet ist und Agility eine sinnvolle Beschäftigung für einen Vierbeiner ist“, erläuterte Thomas Eichinger auf die Frage, warum er mit seinen drei Border-Collies diesem Hobby nachgeht. Und das Herrchen bleibe auch fit.

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Turnier-Organisatorin Sabine Beier betreibt den Hundesport schon seit mehr als zehn Jahren und ging mit ihrem Rottweiler in der höchsten Turnierklasse A3 an den Start. „Das Verhältnis zwischen Hund und Hundeführer wird sehr viel enger und gefestigter“, erzählt die Organisatorin. Der Hund müsse sich voll konzentrieren und auf Körpersprache und Signale wie Richtungsweisungen und Handbewegungen achten. Und sportlich anstrengend ist der Parcours auch. Schließlich gilt es in rund einer halben Minute den 150 Meter langen Kurs zu durchlaufen und die Hindernisse fehlerfrei zu bewältigen.

Der Wettkampf besteht aus zwei Teilen. Dem A-Lauf mit Hürden und Kontaktzonengeräten (Wippe, Steg, etc.). Beim Jumping werden die Kontaktzonengeräte weggelassen, dafür ist die geforderte Laufgeschwindigkeit höher. „Das ist ein großer Erfolg für uns“, meinte Sabine Beier mit Blick auf die 160 Teilnehmer, die aus ganz Süddeutschland zum ersten Agility-Turnier nach Illertissen gekommen waren.

Gute Platzierungen gab es auch für Mitglieder der Illertisser Ortsgruppe. Maria Kessler-Rothdach belegte den 1. Platz in der Wettkampfklasse A1 und Monika Keller erkämpfte sich einen 2. Platz in der Klasse A2.

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