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Illertissen

03.10.2017

Wenn aus Freunden Gegner werden

Beim Freundschaftsspiel zwischen den tschechischen Termiti Loket und der AH-Mannschaft der Spielvereinigung Au im Heinrich-Oßwald-Stadion siegten die Gäste mit 4:5.

Wie die Fußballer aus Loket/Elbogen und Au kicken und warum es bei der Partie vor allem um Spaß geht.

Beim Fußball kommt es auf Vieles an: Technik, Schnelligkeit, Treffsicherheit – und natürlich auch Spaß. Der ist beim Freundschaftsspiel zwischen Loket/Elbogen und Illertissen in Au nicht zu kurz gekommen. Andererseits hätte dem Fußballspiel zwischen den tschechischen und deutschen Freunden etwas gefehlt, wenn nicht erbittert um den Ball gekämpft worden wäre.

So stand für den Verein „Termiti Loket“ aus der tschechischen Partnerstadt beim Gegenbesuch in Illertissen beides auf dem Programm: Reichlich Spaß beim Oktoberfest in München und tags drauf ein hartes Freundschaftsspiel gegen die Alte- Herren-Mannschaft (AH) der Spielvereinigung Au/Iller.

Denn: Einmal auf dem Rasen des Heinrich-Oßwald-Stadions in Au angetreten, war es vorbei mit dem Vergnügen und es ging ganz ordentlich zur Sache. Das Spiel der gelb-blau gekleideten Elbogener und der Auer in blau-weißen Trikots verfolgten etliche Fußballfreunde. Darunter sogar der Illertisser Bürgermeister Jürgen Eisen sowie seine Stellvertreter Gabriele Weikmann-Kristen und Wolfgang Ostermann, die sich das Erlebnis nicht entgehen lassen wollten. Aber auch ihr Amtskollege Zdenek Bednár aus Elbogen war mit seiner Ehefrau und Fans angereist – wobei Jana Motlikova als Dolmetscherin nicht fehlen durfte.

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Partnerschaftspräsident Franz Münzenrieder informierte, dass es die zweite Begegnung seiner Art war. Elbogenfreund Josef Fackler hatte die Idee dazu gehabt und die erste Runde im Jahr 2015 in der tschechischen Partnerstadt initiiert.

Dem Freundschaftsspiel, zwischen den im Alter doch sehr unterschiedlichen Fußballspielern, mangelte es nicht an anfeuernden Rufen oder Beifallsbekundungen. Lautstark schallten sie mal tschechisch, mal deutsch übers Spielfeld. Und es wurde heftig gerungen, um des runden Leders habhaft zu werden. Jana Motlikova wusste, dass einige der tschechischen Spieler „kaum 20 Jahre alt“ und daher recht schnell seien. Günther Miller von der AH-Mannschaft räumte indessen in der Pause ein: „Rein altersbedingt tun wir uns nicht so leicht wie unsere jungen Gegner.“ Zur Halbzeit stand es immerhin 3:3. Am Ende gehörte den „Termiti Loket“ mit einem eventuell doch knappen 4:5-Ergebnis der Sieg. Der Jubel auf tschechischer Seite war groß, und die Gastgeber als gute Freunde stimmten mit ein.

Später räumte Vaclav Neudrt vom tschechischen Team ein, seine Mannschaft sei vom Oktoberfestbesuch am Vortag „noch sehr müde“ gewesen. Sein Sohn, Vaclav Neudrt junior, sagte in Anspielung an die durchwegs älteren Gegner: „Für diesen Spieltag hätten wir uns keine angenehmeren Kontrahenten wünschen können, denn – obwohl AH-Spieler – sind sie uns richtig gefährlich geworden.“ Vor ihnen habe er allen Respekt.

In Wahrheit war es aber ein Spiel unter Freunden, welches der Tscheche Dan Stasny einfach „fantastisch“ fand.

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