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Kultur

13.11.2017

Wenn die Stimme als Instrument dient

Die seit drei Jahren bestehende Chorformation Choriosum ist in kurzer Zeit zu einem leistungsfähigen Klangkörper herangewachsen.
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Die seit drei Jahren bestehende Chorformation Choriosum ist in kurzer Zeit zu einem leistungsfähigen Klangkörper herangewachsen.

Gleich drei Chöre haben in Illertissen ihre Zuhörer mit Liedern aus verschiedenen Genres begeistert. Eine Gruppe wurde sogar extra für den Abend ins Leben gerufen

Frisch, lebensfroh und von der Begeisterung und dem Können der Sänger getragen: Facettenreiche Sternstunden der Chormusik haben drei Chöre des Männergesangvereins Illertissen beim Konzertabend im Festsaal des Illertisser Kollegs einem restlos begeisterten Publikum zu Gehör gebracht.

Ein ureigenes Anliegen brachte der Männerchor Illertissen gleich beim ersten Lied vor: „Lied kling hinaus“ hieß das Musikstück von Gerhard Rabe. Und das tat das Konzertrepertoire von Männerchor, Chorformation Choriosum und einem eigens für diesen Konzertabend ins Leben gerufenen Projektchor auch – in beeindruckender Weise. Über allem erkennbar war die musikalische Handschrift von Joachim Hayd. Der Chorleiter tut dem Männergesangverein und seinen Chorformationen einfach gut. So hat er aus dem vor drei Jahren gegründeten, gemischten Chor Choriosum einen leistungsfähigen Klangkörper geformt. Mit dem schwungvollen und lebensfrohen Titel „Have a nice day“, gleichzeitig auch das Motto des Konzertabends, eroberte Choriosum die Sympathien der Zuhörer quasi aus dem Stand heraus.

Das festlich anmutende „Adiemus“ und ein gefühlvoll und einfühlsam vorgetragenes „You raise me up“ (übersetzt: Du ermutigst mich), brachte die Sängerschar zu einem weiteren Konzerthöhepunkt und das Publikum zu anhaltenden Ovationen. Nicht unwesentlich dazu beigetragen haben Mirjam Männer am Klavier und die Band mit Carolin Hayd am Synthesizer, Peter Sommerbauer an der Gitarre, Thomas Dirr am E-Bass und Joseph Hayd am Schlagwerk.

Begeisterung sprach auch aus den Gesichtern der Mitglieder des Männerchors. Der Spaß am Singen war dem Ensemble förmlich anzusehen – und so klang es auch. Die früchtetragende, musikalische Navigation des Chorleiters war auch hier unüberhörbar. Männerchor und Projektchor ließen mit dem Peter Maffay Erfolgssong „Über sieben Brücken musst du gehen“, dem Sting-Titel „Fields of gold“ und dem Musikstück „Küssen kann man nicht alleine“ von Max Raabe einen Konzertteil über den Festsaal erklingen, der ganz zurecht mit langanhaltendem Applaus belohnt wurde.

Traditionelle Männerchorliteratur mit dem Tango „Spanische Nächte“ bereicherte den Konzertabend ebenso wie ein Musical-Medley aus Phantom der Oper und die „Bohemian Rhapsody“ der Rockgruppe Queen.

Ein Glanzlicht war auch die Kantate „Landerkennung“ von Edvard Grieg, bei der ein Solo von Hubert Nägele norwegische Musikkultur zum Klingen brachte. Die Moderatorin Marita Kaiser hatte zu Beginn angekündigt, dass drei Formationen zu großem Musikgenuss führen werden. Mit dem Schlussapplaus und dem vom Gemeinschaftschor aus Choriosum und Männerchor vorgetragenen „Auf uns“ von Andreas Bourani war klar, dass sich die Vorhersage bewahrheitet hatte. Letztlich riefen lauter Beifall und begeisternde Ovationen den Projektchor, Choriosum und den Gemeinschaftschor zu drei Zugaben auf die Bühne.

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