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09.05.2015

Wer bekommt sein neues Feuerwehrhaus zuerst?

Lobende Worte für die Filzinger Feuerwehr: Die Inspektion wurde von den Feuerwehrmännern erfolgreich gemeistert.
Bild: Wilhelm Schmid

Nach andauernder Debatte in Illereichen könnte ein Neubau in Filzingen vorgezogen werden. Inspektion erfolgreich gemeistert

Eigentlich hatte an diesem Tag nur die Filzinger Feuerwehr im Mittelpunkt gestanden. Doch nach der Inspektion der dortigen Wehr kam auch die Debatte um das geplante Feuerwehrhaus mit Dorfgemeinschaftsraum in Illereichen wieder auf den Tisch. Seit Jahren ist ein Neubau geplant. Weil Anwohner allerdings Bedenken in Sachen Lärmschutz äußerten, stockt das Vorhaben. Dem Altenstadter Marktrat scheint diesbezüglich langsam die Geduld auszugehen.

Wie Bürgermeister Wolfgang Höß betonte, gebe es zwar einen Grundsatzbeschluss des Marktrates, zuerst das Gerätehaus in Illereichen und erst danach das in Filzingen in Angriff zu nehmen. Wenn sich aber die problematische Situation in Illereichen trotz der schon bereitgestellten Finanzmittel nicht bald einvernehmlich klären lasse, könne er sich vorstellen, dass die Reihenfolge umgedreht werde. Erfreulicherweise sei die Grundstückssituation in Filzingen für einen Neubau an gleicher Stelle kein Problem; mit der Nachbarschaft seien erfolgsversprechende Gespräche über Flächentausch und Zukauf geführt worden.

Dem vorausgegangen war eine für die Feuerwehr Filzingen erfolgreich verlaufende Inspektion. Routiniert hatten die Aktiven unter Leitung ihres Kommandanten Bernd Birk ihre vorgeschriebenen Übungen abgewickelt: Ein Löschangriff wurde vorgeführt, danach ging es hinaus zum Eisstock-Schützenheim, wo ein Garagenbrand mit Abschirmung des Hauptgebäudes zu bewältigen war. Auch die damit verbundenen Nebenaufgaben, wie Personenbetreuung und Verkehrsabsicherung, wurden fachgerecht erledigt.

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Bei der Abschlussbesprechung gab Kreisbrandinspektor Benedikt Kramer deshalb zunächst eine sehr gute Gesamtbewertung bekannt, wobei er dem Kommandanten und seiner Mannschaft „einwandfreie, saubere Leistung“ bei beiden Übungen bescheinigte. Insgesamt sei der Ausbildungsstand in Ordnung. Er lobte auch die Mitarbeit einer achtköpfigen Jugendgruppe.

Ein Problem sei allerdings, dass tagsüber zu wenig Feuerwehrleute im Ort verfügbar seien. Was auch Kreisbrandrat Bernhard Schmidt bemängelte. Als Ursache sah er vor allem den demografischen Wandel und ein geändertes Freizeitverhalten. Da die Jugendarbeit allerdings schöne Früchte trage, sei damit zu rechnen, dass das Problem im Griff behalten werde. Grundsätzlich bedauerte der Kreisbrandrat aber, dass „der Bürger die Feuerwehr und ihre Aufgaben vielfach nicht richtig sieht und gar nicht weiß, was er an ihr hat“.

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