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18.02.2020

Wer darf zum Arbeiten in den Wald?

Holzrechtler sollen selbst Vorschläge erarbeiten

Mit einem Antrag auf eigenständige Verwertung von Holzrechten der Moana GmbH hat sich der Osterberger Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung auseinandergesetzt. Letztlich geht es laut Bürgermeister Rainer Schmalle darum, dass ein Holzrechtler seinen Holzanteil selbst verwerten will.

Seit vielen Jahren sei es schon so, dass der Anteil am Erlös der Waldbewirtschaftung an die Holzrechtler ausbezahlt wird. Im Prinzip ginge es dabei um die Selbstverwertung von Brennholz. Gemeinderatsmitglied Jürgen Blechschmidt meinte, dass man Holzrechtler nicht unbedingt eigenständig im Wald arbeiten lassen sollte. Dies sei auch eine versicherungstechnische Frage. Der Bürgermeister fügte an, dass dies wohl eine Fachfirma im Auftrag des Antragstellers erledigen würde. „Das geht gar nicht“, betonte Gemeinderat Ignaz Gestle. Falls man das zulasse, müsse man alle Holzrechtler gleich behandeln, sonst führe dies zu Unstimmigkeiten.

Ein bestehender Vertrag aus dem Jahr 1903 schließt die Selbstverwertung nicht aus. In früheren Zeiten sei dies auch schon so gehandhabt worden. Nutzholz dürfe nicht geschlagen werden. Es gehe nur um Brennholz. Laut Bürgermeister gibt es mehrere Rechtler, die entsprechende Ansprüche erheben könnten.

Wer darf zum Arbeiten in den Wald?

Jürgen Blechschmidt plädierte dafür, dass alle Rechtler befragt werden. Es gab im Gemeinderat auch Stimmen, die sich dafür aussprachen, dass nichts geändert wird. Man habe lange gebraucht, bis der Vertrag steht und sollte sich nun nicht wieder neue Schwierigkeiten aufladen.

Das Ratsgremium einigte sich am Ende mehrheitlich darauf, dass die Holzrechtler eine Sitzung einberufen sollen, auf der dann Lösungsvorschläge für das Thema erarbeitet werden sollen. (sar)

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