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Vöhringen

05.09.2019

Wer wird Vöhringens neuer Bürgermeister?

Im März 2020 bestimmen die Wähler, wer im Vöhringer Rathaus künftig das Sagen hat.
Bild: Philipp Schröders (Symbolbild)

Nach 24 Jahren im Amt tritt Karl Janson nicht mehr zur Wahl 2020 an. Für die Fraktionen im Stadtrat hat die Suche nach einem neuen Kandidaten begonnen

Bis zu den Kommunalwahlen im März 2020 ist es noch ein Weilchen hin. Doch schon jetzt beschäftigt die Fraktionen im Vöhringer Stadtrat vor allem eine Frage: Wer wird das Amt des Bürgermeisters künftig übernehmen?

Vöhringens derzeitiger Rathauschef Karl Janson gab im März dieses Jahres bekannt, dass er aus Altersgründen nicht mehr antreten wird – nach 24 Jahren an der Spitze. Am Ende der nächsten Amtsperiode wäre er 72, die Belastungen würden nicht weniger, erklärte Janson.

Janson ist seit 1996 Bürgermeister in Vöhringen

Der Jurist war 1996 überraschend von der Vöhringer Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) als Kandidat ins Rennen geschickt worden und entschied die Wahl für sich. So auch 2002 als er keinen Gegenkandidaten hatte. 2008 versuchte Susanne Salzmann (CSU) ihm das Amt streitig zu machen, ohne Erfolg. 2014 trat der parteilose Stefan Heiß gegen Janson an, blitzte aber ab.

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Dass der 65-Jährige sein Amt im kommenden Jahr niederlegt, hat den Fraktionen im Stadtrat die Suche nach neuen Kandidaten eröffnet. Diese läuft schon jetzt auf Hochtouren.

„Wir sind seit Längerem auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten“, sagt Wilfried Maier, stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender, auf Nachfrage. Man sei mit einigen Personen im Gespräch, aber eine endgültige Entscheidung habe die Fraktion noch nicht getroffen. Spätestens im Herbst, wenn auch die Stadtratsliste für die Kommunalwahlen 2020 steht, soll der SPD-Bürgermeisterkandidat bekannt gegeben werden, betont Maier. Insofern man einen finde.

Vöhringer CSU hat bereits einen Kandidaten gefunden

Auch bei der Freien Wähler Gemeinschaft ist die Suche nach einem möglichen Nachfolger von Bürgermeister Janson längst Thema. „Wir werden kommende Woche erste Gespräche innerhalb der Fraktion führen“, sagt Peter Kelichhaus, FWG-Fraktionsvorsitzender im Vöhringer Stadtrat. Ob die Freien Wähler einen Kandidaten stellen werden und wer dieser sein könnte, darüber hält sich Kelichhaus allerdings noch bedeckt. Man denke nicht laut, lässt der FWG-Fraktionsvorsitzende wissen.

Die Vöhringer CSU scheint schon einen Schritt weiter zu sein. „Wir sind fündig geworden“, sagt Fraktionsvorsitzender Michael Neher auf Nachfrage. Die Fraktion habe einen klaren Fahrplan, die Vorbereitung zur Nominierungsversammlung liefen. „Wir werden Ende September die Liste für den Stadtrat bekannt geben und einen möglichen Kandidaten nominieren“, sagt Neher.

Bis Januar haben die Fraktionen noch Zeit

Dass der CSU-Fraktionsvorsitzende möglicherweise selbst als neuer Bürgermeisterkandidat antreten könnte, darüber wurde bereits Anfang des Jahres spekuliert. Der 44-jährige Rechtsanwalt habe als Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat an Profil gewonnen und deshalb Chancen, hieß es damals.

„Es ehrt mich natürlich, dass mein Name mit so einem Amt in Verbindung gebracht wird und dass man mir das zutraut“, sagt Neher. Aber konkreter wolle er sich dazu nicht äußern. Fraktionsübergreifende Gespräche über einen möglichen Kandidaten habe es nach Angaben von Neher bisher nicht gegeben.

Noch haben die drei Fraktionen im Vöhringer Stadtrat Zeit, einen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Am Sonntag, 15. März 2020, finden die Kommunalwahlen statt. Die Bewerbung um eine Kandidatur muss 52 Tage vorher, also bis spätestens 23. Januar 2020, 18 Uhr bei der Stadt eingereicht werden. Bis dahin ist noch jede Menge Raum für Spekulation. Nur so viel ist sicher: Für Vöhringen beginnt eine neue Ära.

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