1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. „Werde so schnell nicht aufgeben“

09.01.2014

„Werde so schnell nicht aufgeben“

Gabriele Janowsky, Bürgermeisterin von Kettershausen
Bild: Archiv

Bürgermeisterin Gabriele Janowsky weist Kritik der Gemeinderäte zurück

Kettershausen Sieben Gemeinderäte haben der Kettershauser Bürgermeisterin Gabriele Janowsky in einem Schreiben Inkompetenz und Unwahrheiten vorgeworfen. Nun hat sie die Kritik zurückgewiesen.

„Der sogenannte Brandbrief der Gemeinderäte Clemens Winter, Andreas Stiegeler, Marianne Rugel, Alexander Walter, Anton Bader, Paul Gottner und Franz Raffler war wohl nicht nur für mich sehr schockierend. Die wichtigste Frage, die sich hier stellt, ist: Dient das noch dem Wohle der Gemeinde Kettershausen?“ fragt Janowsky. Diese „Anfeindungen und Verleumdungen“ seien nicht nur äußerst unprofessionell, sondern auch eines gewählten Gemeinderates und dem Amt eines zweiten Bürgermeisters „in keinster Weise würdig“.

Sie könne von sich behaupten, kritik- und teamfähig zu sein und immer ein offenes Ohr für die Belange der Bürger zu haben. Bei den vielen Aufgaben, die es in Kettershausen zu bewältigen gelte, wäre sie dankbar gewesen „für soviel Energie und Einsatz“, wie nun für „unsachliche Kritik“ aufgebracht werde. „Ich frage mich ernsthaft, ist diesen sieben Gemeinderäten eigentlich klar, dass sie die Mehrheit des Gemeindegremiums bilden? Kein Beschluss der Gemeinde hätte ohne ihre Zustimmung zustande kommen können! Wer hält denn hier alle Fäden in der Hand und wer wäre denn somit für einen vermeintlichen Bankrott unserer Gemeinde verantwortlich?“, schreibt sie. Von einem Bankrott sei die Gemeinde im Übrigen weit entfernt.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Sie habe als Quereinsteigerin in der Kommunalpolitik sehr schnell, sehr viel dazu lernen müssen. Gerne hätte sie dabei auch auf die Erfahrung und Unterstützung langjähriger Gemeinderäte zurückgegriffen, so die Bürgermeisterin. Letztendlich müsse sie feststellen, „dass von dieser Seite leider nie viel zu erwarten war“. Natürlich seien ihr während der Amtszeit auch Fehler unterlaufen und sicherlich könnten weitere folgen. „Wer kann von sich schon behaupten, perfekt zu sein, ich jedenfalls, habe das von mir noch nie behauptet.“ Sie erwarte aber von einem verantwortungsbewussten Gemeinderatsgremium, dass sie als Bürgermeisterin auf „eventuelle Versäumnisse oder Fehleinschätzungen“ sofort hingewiesen werde. „Korrekturen bewusst hinauszuzögern, nur um damit die Bürgermeisterin in Verlegenheit zu bringen, hat für mich mit Pflichtbewusstsein gegenüber der Gemeinde und den Bürgern nichts mehr zu tun.“

Janowsky versichert, dass sie die Vorwürfe aus dem „Brandbrief“ unter „strengster Kontrolle mit der größtmöglichen Transparenz“ widerlegen und richtigstellen werde. „Ich werde diese Verleumdungen und Vorwürfe so nicht stehen lassen und das von den Bürgern in mich gesetzte Vertrauen bestätigen“.

Seit 2010 habe sie versucht, Ruhe in die Gemeinde zu bringen und ein Klima der Gemeinsamkeit herzustellen, nicht zuletzt, „um den angegriffenen Ruf unserer Gemeinde zu verbessern und weniger häufig eine negative Berichterstattung in der Presse lesen zu müssen.“

Dass Kettershausen für sie nur zweite Wahl sei, sei eine „besonders boshafte und unehrenhafte Unterstellung“. Als jemand, der nicht an seinem Amt klebe, empfinde sie es als selbstverständlich, sich nach Alternativen umzusehen, zumal der Gemeinderat sich klar gegen eine von ihr favorisierte hauptamtliche Bürgermeisterstelle ausgesprochen habe. Dass sie diesen Amtsstatus für Kettershausen für die bessere Wahl halte, daraus habe sie nie ein Geheimnis gemacht. „Im Fall der Gemeinde Erkheim habe ich nichts unternommen, ein Gemeinderatsmitglied dieser Gemeinde hat mich angesprochen und bat mich, in Erkheim zu kandidieren.“ Das habe sie nach kurzer Überlegung abgelehnt, erklärt Janowsky. Bezüglich Kellmünz habe ein Vorstellungsgespräch stattgefunden, wobei sie klargestellt habe, „dass ich erst eine Entscheidung andenken kann, wenn sich darstellt, für welchen Kandidaten sich dieses Gremium entscheidet, da mir eine gute Zusammenarbeit seitens des Gemeinderates äußerst wichtig ist.“ Dieses habe sich dann für einen anderen Kandidaten ausgesprochen. Somit sei für sie klar gewesen, dass sie in ihrer Heimatgemeinde bleiben werde. „Von einer Entscheidung meinerseits für Kellmünz kann hier also nicht die Rede sein.“ Sie habe sich letztendlich „bewusst und frei“ für Kettershausen entschieden, da sie dort eine Arbeit begonnen habe und diese fortsetzen wolle. An die sieben Räte gerichtet schließt Janowsky: „Seien sie versichert, so schnell werde ich nicht aufgeben“. Sie werde es nicht zulassen, dass die Räte „meinen und den guten Ruf meiner Familie weiterhin beschmutzen.“ Diesbezüglich behalte sie sich rechtliche Schritte vor.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_7114.tif
Buch

Bucher Sportverein unter neuer Führung

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden