Kunst

03.05.2016

Werke im steten Wandel

Christine Metz vor einem ihrer ausdrucksstarken Werke im Keramik-Atelier Baur: Bereits zum dritten Mal gibt die Künstlerin dort einen Einblick in ihr Schaffen.
Bild: Claudia Bader

Der Bilderzyklus „Mutabor“ von Christine Metz ist derzeit im Keramikatelier Baur zu sehen

Das vielen aus dem Märchen „Kalif Storch“ bekannte Zauberwort „Mutabor“ (Ich werde verwandelt werden) löst Neugier und Spannung aus. Auch der Bilderzyklus „Mutabor“, den Christine Metz derzeit im Keramikatelier Baur präsentiert, verspricht Überraschungen. Denn der Begriff Verwandlung kann sowohl als Formel für den Schaffensprozess der Künstlerin stehen, die ihre Bilder durch immer neue Übermalungen ständiger Veränderung unterwirft, als auch für die damit angeregten unterschiedlichen Sichtweisen der Betrachter.

Spannungsreiche Farbkontraste

Bereits zum dritten Mal gibt die in Dinkelsbühl geborene und in Ried bei Augsburg lebende und arbeitende Künstlerin im Atelier Baur einen Einblick in ihr Schaffen. Fast 20 Werke – stilvoll platziert zwischen Keramik, Wohnaccessoires und Pflanzen – bieten spannungsreiche Farbkontraste, die faszinieren und zum näheren Betrachten anregen. Sämtliche Werke sind in Lasurtechnik mit Acrylfarben gemalt, die Metz in teilweise transparenten Schichten und Lasuren aufgetragen hat, immer so, dass der helle Grund noch durchscheint und die Oberfläche nie hermetisch wirkt.

AZ WhatsApp.jpg

Durch immer neue Übermalungen sind die Werke einem permanenten Wandel unterworfen, haben sich verwandelt. Figürliches wird angedeutet, zerlegt, mit Mitteln der Abstraktion verfremdet und mit reiner Farbe und Form kombiniert. Bis zu 30 verschiedene Schichten verleihen den Farben eine gewisse Leuchtkraft.

Christine Metz verfügt über eine unbändige Kraft, sich in Farben und Formen mitzuteilen. Ihre in aufwendiger Technik entstandenen Werke geben ein aufschlussreiches Bild von der Arbeit einer intuitiv-impulsiv schaffenden Künstlerin und über ihre vielseitigen Ausdrucksformen.

Freiraum für eigene Interpretationen

Um die mit einem eigentümlichen Glanz und einer leisen Tiefe der Farben beeindruckenden Bilder für sich zu entschlüsseln, bedarf es sehr viel mehr als eines ersten, flüchtigen Blicks. Bezeichnungen wie „Lady of Island“, „Sequenz mit Perlhuhn“, „Amaranth“, „Kleines Milchwerk“, „Blue Note“ oder „Arabeske“ können die Gedanken des Betrachters in eine gewisse Richtung lenken, lassen aber gleichzeitig Freiraum für eine eigene Interpretation. Alles, was man zu erkennen glaubt und deuten möchte, erscheint als Rätsel. Genau das macht den ästhetischen Reiz in den Werken von Christine Metz aus.

Die Ausstellung „Mutabor“ kann zu den Öffnungszeiten des Keramikateliers Baur besichtigt werden: montags bis samstags von 9 bis 12 Uhr sowie am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
IMG_7869.JPG
Illertissen

Unbekannter wirft zehn Eier auf Einfamilienhaus: 10.000 Euro Schaden

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen