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Schwabenbühne

12.07.2011

Wickie und die starken Männer hart am Wind in Richtung Premiere

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Wikinger-Anführer Halvar geht gerne mit dem Kopf durch die Wand.

42 junge Schauspieler fiebern dem ersten großen Auftritt am Samstag entgegen

Illertissen Durchlaufproben auf der Bühne, Kostümproben hinter der Bühne und Lichtproben nachts von 22 bis morgens fünf Uhr – wenige Tage vor der Jugend-Premiere der Schwabenbühne mit „Mein Freund Wickie“ ist es vorbei mit Beschaulichkeit am Schlossgelände. Samstag, 16. Juli um 20 Uhr, ist es dann so weit, dass Wickie und die Männer von Flake in See stechen.

Beschaulich sind Theaterproben jedoch grundsätzlich nicht, selbst wenn sie heftig herbeigesehnt wurden, wie bei Lukas und Jakob Lobmaier aus Altenstadt. „Wir haben uns so gefreut, dass wir endlich auch auf die Bühne dürfen, aber dass es so viel Text zu lernen gibt, hätten wir nicht gedacht.“ Die elf-jährigen Zwillinge haben einen älteren, schwabenbühnen-erprobten Bruder und sind ganz begeistert, als Doppelbesetzung die Hauptrolle des schlauen Wickie spielen zu dürfen. Auch dieses Jahr hat sich Regisseur Antonio Lallo dafür entschieden, manche Rollen zweifach zu besetzen, „um keinen der 42 jungen Schauspiel-Aspiranten enttäuschen zu müssen“.

Ein solcher Anspruch erhöht allerdings das Probenkontingent, „seit März sind das 75 Proben zu je vier Stunden“. Große Unterstützung bekommt er dabei von Ralf Ziesche als Co-Regisseur, mit dem er die Bühne adaptiert hat.

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Für das Wickie-Stück galt es wieder einmal, einen neuen Spielerstamm aufzubauen, in der Altersgruppe von fünf bis 17 Jahren. Von den erfahrenen Darstellern wiederum hatten Max Rechtsteiner, Christian Mertl, Jan-Simon Kolb, Laura Sonntag und Panagiota Josifidou den Sprung in eine Profi-Inszenierung am Theater Ulm geschafft.

Kindlicher Charme, Licht Farben und Effekte

Anders am Jugendstück der Schwabenbühne ist in diesem Jahr, dass Regie (Antonio Lallo) und Bühnenkonzept (Nina Lallo) Anleihen aus der Comic-Szene einfließen lassen, wobei die Jugendlichen beim Herstellen mancher Requisiten mit einbezogen worden waren. Die Inszenierung umfasst 16 Bilder und will mit dem Charme kindlicher Darsteller, Licht, Farben und Effekten, aber auch eingängigen Texten kleine und große Zuschauer begeistern.

Schließlich ist die Aussage im Stück nicht neu, aber immer wieder von Neuem verblüffend, „denn was die Wikinger auf ihren abenteuerlichen Reisen nicht mit Kraft zu lösen vermögen, gelingt Wickie mit Köpfchen. So treffen die ehrlichen Handelsleute aus Flake in Bulgarien auf einen gefräßigen König, spielen in Russland Schach und landen im fernen Island. Immer ist es Wickie, der von seinem Vater und Anführer Halvar um Rat gefragt wird und dann einen Ausweg findet. Das geht so: „Eins, zwei, drei, auf mein Kommando fangen alle an zu denken“, ruft Wickie und hat sogleich eine zündende Idee.

Mehr soll noch nicht verraten werden, nicht einmal von Lukas und Jakob, die derzeit nichts anderes kennen als vormittags Schule, nachmittags Probe und nachts schlafen. Ob sie wohl aufgeregt sind am Samstag? „Ja, ganz bestimmt sogar“, sagen sie beide zugleich.

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