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Kellmünz

18.06.2020

Wie Bonnie und Clyde: Ein Schafpärchen auf der Flucht

Die einsamen Zeiten sind vorbei: Das zweite Kamerunschaf ist nun auch ausgebüxt und wurde zusammen mit dem anderen Tier gesichtet.
Bild: Zita Schmid

Das letzte Kellmünzer Kamerunschaf hat den Zaun durchbrochen. Die beiden Ausreißer durchstreifen nun gemeinsam die Wälder rund um die Marktgemeinde.

In der Marktgemeinde Kellmünz werden seit etwa vier Jahren Kamerunschafe auf gemeindlichen Grünflächen als „ökologische Rasenmäher“ gehalten. Wie berichtet, ist vor Kurzem ein Schaf entlaufen (Ausgebüxt: Kellmünz sucht ein Kamerunschaf). Nun ist auch Tier Nummer Zwei entwischt.

Wieder vereint: Die Schafe wurden gemeinsam gesichtet

Nachdem das erste ausgebüxte Schaf zunächst die Fluren bei Filzingen erkundet hat, wurde es später im Kellmünzer Wald gesehen. Gefangen werden konnte das scheue Tier aber nicht. Jetzt gibt es eine weitere schlechte Nachricht: Beide Schafe sind weg.

Laut Bürgermeister Michael Obst wurde das verbleibende Schaf durch zwei frei laufende Hunde so aufgescheucht, dass es den Zaun durchbrochen hat und weggelaufen ist. Doch der Bürgermeister hat auch eine gute Neuigkeit: „Unsere beiden Ausreißer sind jetzt gemeinsam unterwegs und werden immer wieder um Kellmünz herum gesichtet“. Vor seiner Flucht hörte man den einsamen Schafbock häufig besonders laut auf seiner saftigen Weide blöken.

Wie Bonnie und Clyde: Ein Schafpärchen auf der Flucht

Dass die beiden nicht lange ohne einander können, war also bekannt. In der Gemeinde hatte man aber darauf gehofft, dass das entlaufene Schaf von alleine zu dem hinterm Zaun zurückkehrt – und nicht andersherum.

Andere Schafe sollen "Bonnie und Clyde" anlocken

Die bisherigen Fangversuche schlugen fehl. Die Tiere sind eher scheu und gehen Menschen lieber aus dem Weg. Eine Hoffnung gibt es aber noch, die beiden Ausreiser wieder zurück auf ihre Weide zu bekommen.

In der Zwischenzeit habe die Gemeinde zwei neue Schafe angeschafft, um die entlaufenen anzulocken, so Obst. Schließlich sind Schafe Herdentiere und versuchen eventuell, sich zu einer Gruppe zusammenzuschließen.

Dann wären es wieder vier Schafe. So viele Tiere hatte die Gemeinde ursprünglich angeschafft. Zwei davon sind zwischenzeitlich an einer Art Lungenentzündung erkrankt und verstorben. Ein Tierarzt ging davon aus, dass diese Krankheit von verschimmeltem Brot verursacht worden war, das Spaziergänger den Tieren gefüttert hatten. (mit fwo)

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