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Mohrenhausen

23.06.2018

Wie die Mohrenhauser auch im Sommer „cool“ bleiben

Wassertreten in der neuen Kneippanlage in Mohrenhausen: Vereinsvorsitzender Willi Miller (vorne) mit Margot und Anton Hörman beim ersten Test.
Bild: Zita Schmid

Viele haben im Ort mit angepackt – jetzt ist die neue Kneippanlage fertig. Was die Besucher erwartet.

 Bis zu den Waden hinein ins kühle Nass und dann im „Storchengang“ im Wasser entlangschreiten – das Wassertreten oder „Kneippen“ ist nun auch in Mohrenhausen möglich. Der örtliche Soldaten- und Kameradschaftsverein hat am westlich gelegenen sogenannten Tränkegraben eine Wassertretanlange gebaut. „Die Idee dazu hatte ich schon vor einigen Jahren“, sagt der Vorsitzende Willi Miller. Es sollte etwas für die Allgemeinheit und die Gesundheit getan werden, so seine Intention.

Der Vorschlag sei im Verein, im Ort sowie in der Gemeindeverwaltung angekommen, und das Ergebnis könne sich nun sehen lassen: Ein paar Stufen führen hinab in die mit großen Muschelkalksteinen befestigte Wassertretanlage. Das Wasser ist 30 bis 35 Zentimeter tief. Nach Angaben von Miller wird es auch an heißen Tagen nicht wärmer als 15 bis 17 Grad, da es von einer Quelle gespeist wird. Bänke und ein Blumenbeet schmücken den Platz oberhalb. Auch ein Fahrradständer, gesägt aus einem Baumstamm, steht für die Radler bereit, denn die Wassertretanlage liegt direkt am Günztalradweg.

Das Grundstück selber gehört der Gemeinde Kettershausen. So wurde vereinbart, dass diese die Materialkosten trägt, die sich nach einer ersten Schätzung auf rund 5500 Euro belaufen. Die genaue Abrechnung liegt zwar noch nicht vor, doch laut Miller dürften es am Ende wohl weniger sein. Denn beispielsweise für die Handläufe sowie für die noch ausstehende, aber vorgesehene Sitzgarnitur fanden sich Sponsoren. „Eine Sitzbank habe ich selber gemacht“, sagt Miller, der von Beruf Schreiner ist. Er war es auch, der die Anlage geplant und unter dessen Regie sie verwirklicht wurde.

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Die Arbeiten dazu begangen im Oktober vergangenen Jahres. Insgesamt etwa 190 Stunden an ehrenamtlicher Eigenleistung wurden eingebracht. „Bis auf die Baggerarbeiten haben wir alles selber gemacht“, sagt der Vereinsvorsitzende – nicht ohne Stolz auf die Leistung der rund ein Dutzend Helfer. Zudem freut er sich, dass die Wassertretanlage gut angenommen wird und viele Bürger schon regelmäßig herkommen. So wie Margot und Anton Hörmann aus Zaiertshofen, die schon zum elften Mal zu Besuch sind. Geübt drehen sie ihre Runden im Wasser. Ganz nach der Lehre des Pfarrers Kneipp ziehen sie dabei immer ein Bein aus dem Wasser heraus. Auch soll bei diesem storchenähnlichen Gang die Fußspitze etwas nach unten gebeugt werden. Das soll die Durchblutung fördern und die Venen stärken. „Es tut den Füßen gut“, sagt Margot Hörmann. Gerade an heißen Tagen. Inzwischen fehle ihnen schon etwas, wenn sie am Abend mal keine Zeit hätten. Von der Anlage und auch dem idyllischen Plätzchen drumherum zeigen sie sich begeistert. Zudem treffe man hier immer jemanden zum „Hoigarta“, meinen die Hörmanns und lachen.

Die neue Wassertretanlage ist eine Station des Kettershauser „Glückswegs“ – ein Landkreisprojekt, an dem sich die Gemeinde beteiligt (wir berichteten).

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