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Illereichen

20.11.2018

Wie ein Trio die Kirche in Illereichen zum Klingen bringt

Beim Kirchenkonzert des Lions Club Illertissen in der wurden Mai Ichijo (Oboe), Oliver Klenk (Klarinette) und Christian Fischer (Fagott) den Erwartungen der Besucher in jeder Hinsicht gerecht.
Bild: Claudia Bader

Drei Holzbläser begeistern bei Konzert des Lions-Clubs. Von Mozart bis modern - die Besucher bekamen einiges zu hören.

Kirche und Musik – das sind geschichtlich zwei eng miteinander verwobene Größen. Wer als Interpret im Gotteshaus konzertiert, steht in mehrfacher Verantwortung: dem Werk, dem Hörer und dem sakralen Raum gegenüber. Beim Konzert des Lions-Clubs Illertissen in der Illereicher Kirche Mariä Himmelfahrt wurden Mai Ichijo (Oboe), Oliver Klenk (Klarinette) und Christian Fischer (Fagott) den Erwartungen der Besucher in jeder Hinsicht gerecht. In prachtvollem Zusammenspiel boten die drei Künstler ein anspruchsvolles Klangerlebnis, das die Zuhörer rund eine Stunde lang in den Bann zog.

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Kirchenkonzert in Mariä Himmelfahrt

Das jährlich im Herbst stattfindende Kirchenkonzert im idyllisch gelegenen Illereicher Gotteshaus hat sich mittlerweile zur schönen Tradition entwickelt. Während draußen frostige Temperaturen die bevorstehende kalte Jahreszeit spüren ließen, konnten sich die Besucher im Kirchenraum von den ausgezeichnet harmonierenden Klängen der drei Holzblasinstrumente innerlich erwärmen lassen. „Musik tut der Seele immer gut“, sagte Pater Matthäus bei zur Begrüßung der nicht gerade großen, aber aufmerksamen Zuhörerschar. Der Erlös des im Gedenken an alle gestorbenen Lions-Club-Mitglieder stattfindenden Konzerts kommt einer Stiftung in Südafrika zugute, sagte Lions-Präsident Roland Kober.

Auch Werke von Mozart waren in Illereichen zu hören

Bereits im „Trio I“ des italienischen Komponisten und Oboisten Alessandro Besozzi bestachen die Homogenität und Flexibilität der drei Holzblasinstrumente. In fünf Sätzen aus der „Serenade 4“ von Wolfgang Amadeus Mozart verstanden es die Musiker, ihren Charme mit einzubringen – was den Interpretationen beschwingte Lebendigkeit verlieh.

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Als effektvollen Kontrast durften die Zuhörer danach ein modern angehauchtes Werk genießen: Das aus der Feder des deutschen Komponisten und evangelischen Kirchenmusikers Lothar Graap stammende „Divertimento“ ist ein anspruchsvolles Stück, das von den Interpreten viel Perfektion abverlangt. Für Ichijo, Klenk und Fischer schien das kein Problem zu sein. In den Sätzen „lebhaft“, „ruhig fließend“, „heiter“ und einem temperamentvollen „Rondo“ ließen sie erkennen, dass sie mit ebenso viel Freude wie Können musizieren.

Auch im „Trio“, des französischen Komponisten Henri Sauguet bewiesen die jungen, ambitionierten Musiker ein feines Gespür für dynamische Abstufungen. Für die anspruchsvolle, ununterbrochen fesselnde kirchliche Konzertstunde bedankten sich die Zuhörer mit anhaltendem Applaus und verabschiedeten die Künstler erst nach einem Dacapo. (clb)

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