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Vöhringen

12.09.2018

Wie geht es mit dem Knaur-Stadel in Vöhringen weiter?

Der Knaur-Stadel neben dem Rathaus in Vöhringen soll neu genutzt werden. Wie steht allerdings noch nicht fest.
Bild: Angela Häusler

Das Gebäude neben dem Rathaus steht leer. Ideen, wie dieses genutzt werden könnte, gibt es viele.

Den Knaur-Stadel herrichten und dann für standesamtlichen Trauungen nutzen, das schwebt der Vöhringer Stadtverwaltung für das kleine Gebäude direkt neben dem Rathaus vor. Zudem könnte das Kulturamt künftig ins Knaur-Haus umziehen. Der städtische Haupt- und Umweltausschuss diskutierte am Montag über die Planungen. Ob die Ideen weiter ausgearbeitet werden, soll nun aber der ganze Stadtrat entscheiden.

Der Stadel, der zum Wohnhaus des ehemaligen Bürgermeisters Johann Knaur gehörte, steht leer, seit die Mitarbeiter des Wasserwerks in die Marienstraße umgezogen sind. Bereits im Januar stellte Bürgermeister Karl Janson die Idee einer neuen Nutzung zur Diskussion. Dabei geht es sowohl um einen Hochzeitsraum als auch Platz für Kunstausstellungen. „Wir haben sehr großen Bedarf an Räumlichkeiten für Trauungen“, erklärte Janson. Denn weil viele Paare nur noch standesamtlich heiraten, fielen die Hochzeitsgesellschaften im Rathaus häufig größer aus als früher. Gleichzeitig fehle der Gemeinde ein Raum für Dauerausstellungen, was sich ebenfalls im Stadel realisieren ließe. Ob der Stadel umgebaut oder aber neu errichtet werden soll, ist separat zu entscheiden. Am Montag ging es lediglich um die Freigabe der Planungskosten, für die 35.000 Euro im Haushalt vorgesehen sind.

50.000 Euro soll der Umbau kosten

Im Gespräch sind darüber hinaus Umbauten im Gebäude, dessen Erdgeschoß zunächst für die zusätzliche Kinder-Großtagespflege vorgesehen war. Diese Nutzung habe sich aber in der Zwischenzeit erübrigt, da die betreffenden Kinder mittlerweile anderweitig untergebracht sind und der Bau einer neuen Kita in Planung ist. Daher bestehe im Knaur-Haus nun die Möglichkeit, das Kulturamt aus seinen aktuell beengten Verhältnissen im Rathaus auszulagern. Der notwendige Umbau der 50 Quadratmeter großen Nutzfläche würde nach Verwaltungsschätzung rund 50000 Euro kosten.

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Die Räte beschlossen, das Thema erneut im Stadtrat zu diskutieren. Denn die Pläne seien seit den Haushaltsberatungen nicht mehr besprochen worden, so Johann Gutter (CSU). Solle im Stadel ausgestellt werden, brauche das Haus feste Öffnungszeiten. Ob Trauungs-Zeremonien nicht auch im Kulturzentrum, etwa im unteren Foyer, stattfinden könnten, fragte Angelika Böck (CSU). Zumal das Kulturbüro „eigentlich ins Kulturzentrum gehören würde“. Dafür aber, entgegnete Bürgermeister Janson, gebe es im Kulturzentrum keine geeigneten Räume. Und Trauungen im unteren Foyer hielt er ebenfalls für nicht realisierbar. Das Foyer habe „Kelleratmosphäre, da will niemand heiraten“, sagte auch Stadtrat Volker Barth (SPD).

Eine umfassendere Umgestaltung in der Ortsmitte machte Markus Prestele (CSU) zum Thema. Die Möglichkeiten hierfür seien noch nicht ausdiskutiert, man dürfe durch den Umbau des Stadels nicht vorschnell Fakten schaffen. „Ruhig größer denken“ wollte auch Wilfried Maier (SPD). Nun gehe es aber darum, die dringenden Probleme zu lösen. Dann habe man Zeit, das Geld für einen „großen Wurf“ anzusparen.

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