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Jahreskonzert

30.12.2019

Wie immer ein Genuss

Vor wie immer stimmungsvoller Kulisse ging in Dietenheim das Jahreskonzert der Juka „BaDiWa“ und der Stadtkapelle über die Bühne.
Bild: Wilhelm Schmid

Die Stadtkapelle Dietenheim zeigt wieder einmal eindrucksvoll, zu welchen Höchstleistungen sie fähig ist

Wenn die „Juka BaDiWa“ und die Stadtkapelle Dietenheim zu ihrem gemeinsamen Jahreskonzert einladen, dann weiß man: Am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages ist die Sporthalle der württembergischen Nachbarstadt festlich dekoriert; von der Bühnenrückwand grüßt eine liebevoll gestaltete Altstadtkulisse, und es steht ein musikalischer Genuss bevor. Diesmal war bei der Stadtkapelle erstmals seit Jahrzehnten mit Sebastian Sander ein Mann am Mikrofon, der mit jugendlicher Unbekümmertheit und viel Fachwissen durch das Programm führte, wobei zuvor bei der Jugendkapelle zwei junge Damen ebenso ambitioniert wie sympathisch die Ansagen übernommen hatten.

Aus „BaDiWa“ – Balzheim, Dietenheim und Wain – kommen die Nachwuchskräfte, deren musikalischer Leiter Daniel Walcher sein Orchester auf respektablem Mittelstufen-Niveau führt. Die „Festivus Fanfare“ von Martin Scharnagl, die „Kleine ungarische Rhapsodie“ von „Alfred Bösendorfer“ (einem Pseudonym von Kees Vlak) und „Legacy“ von James Swearingen bewiesen Probenfleiß, Musikalität und Engagement der jungen Leute, sodass den Kapellen aus deren Heimatorten nicht um ihre Zukunft bange sein muss. Reicher Applaus belohnte Orchester und Dirigenten.

Dann übernahmen Thomas Euler und seine Stadtkapelle die Bühne. Mit „Portrait of Freedom“ eröffnete eine Oberstufen-Fanfare die Vortragsfolge, die ebenso wie der Konzertmarsch „Euphoria“ zeigte, dass Thomas Euler mit seinem Orchester in dieser Stufe sehr wohl am richtigen Platz ist. Das berühmte „Hounds of Spring“ von Alfred Reed, ein viel aufgeführtes Höchststufen-Standardwerk, gab den Dietenheimern die Chance, zu demonstrieren, dass sie auch äußerst anspruchsvollen Aufgaben gewachsen sind, sodass sie mit reichem Beifall in die Pause entlassen wurden. Im viersätzigen Konzertstück „Hagzissa“ (altdeutsch für „Hexe“) des Südtirolers Armin Kofler ging es durch den „Hexenwald“ in die „Hexenküche“, wo man die „Kräuterhexe“ besuchte, ehe sich die legendären fliegenden Fabelwesen mit einem furiosen „Besenritt“ verabschiedeten. Hier war nun beste Gelegenheit für sämtliche Register geboten, ihre Fähigkeiten zu zeigen, und diese ließen sich von Thomas Eulers mitreißendem Dirigat gerne dazu inspirieren.

„Carrickfergus Posy“, ein Ausflug in die irische Folklore von James L. Hosay, entpuppte sich als Hommage an den früh verstorbenen Percy Aldridge Grainger, der mit „Lincolnshire Posy“ schon Jahrzehnte zuvor die reiche Volksliedmelodik der britischen Inselwelt in die sinfonische Blasmusik eingeführt hatte. Einen fulminanten Schlusspunkt setzte die Kapelle mit den Höhepunkten aus der Filmmusik zum „König der Löwen“: Das Arrangement von Calvin Custer ließ die Melodien von Hans Zimmer und Elton John zum Erlebnis werden. Stehende Ovationen des Publikums waren der hoch verdiente Lohn für die Musikerinnen und Musiker.

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