1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Windpocken im besten Mannesalter

25.09.2008

Windpocken im besten Mannesalter

Ulm (pim) - Fünf Spiele, keine Niederlage, Platz vier in der Tabelle: Die Mannschaft des SSV Ulm 1846 blieb als Aufsteiger in die Regionalliga von Kinderkrankheiten verschont. Einzelne Spieler sind anfälliger. Henry Onwuzuruike hat sich im gestandenen Mannesalter von 28 Jahren die Windpocken eingefangen. Wegen der Ansteckungsgefahr wurde ein Kontaktverbot zur Mannschaft ausgesprochen und das Heimspiel gegen Unterhaching II am Freitag (19 Uhr) ist für den Nigerianer kein Thema.

Teamkollege Christian Sauter könnte spielen, aber er darf nach seiner Roten Karte am vergangenen Samstag in Wehen nicht und auch gut eine Woche später in Karlsruhe muss der frühere Reutlinger noch pausieren. Die Sperre des Mittelfeldspielers wurde auf zwei Spiele reduziert, ursprünglich wollte der DFB ihn sogar für drei Partien aus dem Verkehr ziehen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Zwei Plätze aus der Stammformation des vergangenen Samstags also müssen neu besetzt werden, der Ulmer Trainer Markus Gisdol nimmt es gelassen zur Kenntnis: "Das ist doch schön für Spieler, die auf ihre Chance gewartet haben." Wer das konkret sein könnte? "Alle, die zuletzt auf der Bank saßen. Die sind alle nahe dran an der ersten Elf und sie sind gute Regionalliga-Spieler."

Also Marvin Länge, Florian Treske, Daniel Reith, Marijo Marinovic, Burak Tastan und Antonio Pangallo. Wobei Treske und Marinovic vermutlich einen kleinen Vorsprung gegenüber den Konkurrenten haben.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ungeachtet der Ausfälle gehen die Ulmer mit ganz breiter Brust in das Duell mit dem Drittletzten der Tabelle. Gisdol stellt zufrieden fest, dass seine Schützlinge beim 1:0 in Wehen das bisher beste Spiel dieser Saison gemacht haben: "Daraus schöpfen wir natürlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben." Gleichzeitig mahnt der Trainer, nun unbedingt und erst recht auf dem Teppich zu bleiben. An eine Neudefinition des Saisonziels Klassenerhalt jedenfalls denkt noch niemand in Ulm. "Kein Grund, nun in höheren Sphären zu schweben", sagt Gisdol und verspricht: "Wir bleiben weiterhin nüchtern, sachlich und bescheiden."

Zumal gerade das Spiel gegen die Hachinger Drittliga-Reserve trotz der eindeutigen Tabellenkonstellation eine für die Spatzen völlig ungewohnte Situation darstellt. Bisher war der Aufsteiger aus der Donaustadt immer Außenseiter, jetzt ist er plötzlich Favorit. "Und das nicht nur von der Papierform her", wie Gisdol betont. Der Trainer erwartet einen extrem defensiven Gegner, der sein Heil im Konterspiel sucht und vor anderthalb Wochen haben die Hachinger mit ihrem 2:1-Sieg beim FC Nürnberg II ja bewiesen, wie gefährlich sie mit dieser Taktik sein können. Es war die bisher einzige Niederlage des Spitzenreiters aus der Frankenmetropole und gleichzeitig der einzige Saisonsieg des Kellerkinds aus dem Großraum München.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren