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09.03.2011

„Wir sind kein normaler Verein“

Fritz Unglert

Freundeskreis Kultur im Schloss wächst weiter. Kaiser gegen Veranstaltungshalle beim Rathaus

Illertissen Fast neun Jahre besteht der „Freundeskreis Kultur im Schloss.“ Wie gut er sich inzwischen etabliert hat, verdeutlichten Zahlen aus den Rechenschaftsberichten bei der Jahresversammlung in der Schranne. 2010 kamen 58 neue Mitglieder hinzu, das ist eine Steigerung um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 288. Auch bei den Besuchern der 13 Konzerte waren es etwa 700 mehr, nämlich 3053.

Ihnen schien kein Weg zu weit, um etwa Geigern wie Gidon Kremer oder Julia Fischer zu lauschen. Wie der Vorsitzende Fritz Unglert sagte, kommen immer mehr auswärtige Besucher zu den herausragenden Veranstaltungen. Die waren sämtlich ausverkauft, der Freundeskreis ist zum wichtigen Kulturträger Illertissens geworden. 4000 Programme wurden in den Haushalten verteilt. Vom Kabarett bis zu klassischen Konzerten fand sich für jeden Geschmack etwas, und das zu humanen Preisen. „Wir sind kein normaler Verein, verstehen uns als Konzertmanager und Veranstalter. Es geht in erster Linie um die Kultur“, sagte Unglert.

In Teamarbeit wurde unter anderem die Kremerata Baltica hier eine Woche lang betreut, um in Ruhe proben zu können. Unglert dankte der Stadt für das gezeigte Verständnis, der Werbeagentur Bumiller für Programme und Plakate, der Gärtnerei Strobel für Blumenschmuck, Vize-Bürgermeister Josef Kränzle für die Übernahme vieler Kosten, Ulrike Amann für die Bühnengestaltung, dem Gastroteam und den Sponsoren.

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Laut Sekretär Lorenz von Kress fanden in den abgelaufenen Jahren 50 Vorstandssitzungen statt. Und auch Überlegungen für die Feier des zehnjährigen Bestehens wurden diskutiert. Die Ehefrau des Vorsitzenden, Renate Unglert sowie er selber bekamen für ihr Engagement Blumen und ein Geschenk überreicht.

Den Kassenbericht von Ursula Schilder bezeichnete Kassenprüfer Georg Deil als äußerst korrekte Arbeit und erreichte die einstimmige Entlastung des Vorstands.

Bürgermeisterin Marita Kaiser lobte die Arbeit des Kulturkreises in höchsten Tönen. Die Konzerte mit hochkarätigen Künstlern erwiesen sich als Publikumsmagnet. „Wir freuen uns, durch Ihr Engagement ein Feuerwerk an Kultur erleben zu dürfen.“ Die in Rathausnähe angedachte Kulturhalle könne aus verschiedenen Gründen, wie Grundstücksgröße, Verkehrsanbindung, Parksituation und Auslastung nicht realisiert werden.

Viele lobende Worte für Engagement von Fritz Unglert

Sie wäre, ähnlich wie das Nautilla, zwangsläufig ein Zuschussbetrieb. Es sei genau darüber nachzudenken, ob sich die Stadt das leisten könne. Allerdings müsste es nicht immer ein Superlativ sein, gut Ding brauche Weile, vielleicht gebe es eines Tages doch eine Möglichkeit. Für den ehrenamtlichen Einsatz Unglerts und seiner Familie fand die Bürgermeisterin viele lobende Worte. Qualität der Veranstaltungen und Resonanz seien Beweis für zielstrebig realisierte Ideen.

Zum Schluss gab der Vorsitzende einen Ausblick auf Veranstaltungen im zweiten Halbjahr 2011 und für das Jubiläumsjahr 2012:

l Zum 10. September hat sich German Brass angesagt. Am 8. Oktober beim Heurigen-Abend spielen die Wiener Tanzgeiger auf, am 29. Oktober singt Florian Prey, begleitet von Rico Gulda, Schuberts „Schöne Müllerin“, am 19. November gastiert Gitarrist Friedemann Wuttke.

l Am 18. März 2012 singt der bekannte Bariton Michael Volle Lieder und Balladen von Schubert und Loewe. Im Herbst ist ein Konzert des Philharmonischen Orchesters Ulm in der Kollegskirche geplant.

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