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Pläne

16.09.2017

Wird die Flüchtlingsunterkunft zu Wohnheim?

Für das Gebäude an der Industriestraße in Vöhringen liegt eine Anfrage auf Nutzungsänderung vor

Mit Platz für bis zu 90 Asylbewerber ist das ehemalige Fitness-Center an der Industriestraße die derzeit größte Flüchtlingsunterkunft in Vöhringen. Doch statt Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten zu beherbergen, könnte das Gebäude in Zukunft womöglich von Studenten, Schülern oder Monteuren bewohnt werden. Das zumindest sind die Pläne eines Interessenten, der für die derzeitige Flüchtlingsunterkunft eine Nutzungsänderung angefragt hat.

Wie in der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses bekannt gegeben wurde, besteht Interesse daran, das ehemalige Fitness-Center in einen sogenannten Beherbergungsbetrieb umzuwandeln. Dem Interessenten schwebe laut Peter Schmid vom Stadtbauamt vor, das Gebäude in ein Wohnheim für bis zu 30 Personen abzuwandeln. Unterkommen könnten dort etwa Schüler, Studenten oder Monteure, die für längere Zeit eine Bleibe suchen. Vor dem Gebäude sollen den Bewohnern außerdem zehn Stellplätze zur Verfügung stehen.

Wie akut diese Pläne sind, dazu würden dem Bauausschuss aktuell keine Kenntnisse vorliegen, erklärte Bürgermeister Karl Janson gestern auf Nachfrage. Derzeit seien in dem Gebäude, das das Neu-Ulmer Landratsamt angemietet hat, 65 Personen untergebracht. Was mit der Asylunterkunft passiert, sei derzeit aber überhaupt noch nicht absehbar.

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Denn einen Antrag auf Nutzungsänderung könne grundsätzlich erst einmal jeder stellen, um etwa abzuklären, ob die gewünschte Nutzung theoretisch überhaupt möglich ist. Ob sie tatsächlich realisiert wird, ist nicht sicher, betonte gestern auch Theresa Hopfensitz, Leiterin des Geschäftsbereichs Bauen im Landratsamt Neu-Ulm.

Die Mitglieder des Bauausschusses in Vöhringen stimmten der Anfrage auf Nutzungsänderung jedenfalls einstimmig zu. Insgesamt leben in Vöhringen derzeit 78 Zuwanderer, die laut Bürgermeister großteils in den Asylunterkünften in der Industriestraße und der Mühlgasse wohnen. Der Rest sei dezentral untergebracht, so Janson. (mash)

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