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18.06.2009

Wo die Milch herkommt

Rennertshofen (home) - Dass man Milch im Supermarkt kaufen kann, weiß jedes Kind. Doch wie sie dorthin kommt, wissen nur wenige. Der Kindertag des Bayerischen Bauernverbands soll dies ändern. Über 660 Landwirte in ganz Bayern laden deshalb in den letzten beiden Juniwochen Grundschüler und Kindergartenkinder auf ihre Höfe ein.

Auftakt für den Landkreis in Rennertshofen

Den Auftakt im Landkreis Neu-Ulm machte die Familie Burghardt in Rennertshofen: Rund 40 Kindergartenkinder aus Obenhausen entdeckten deren Bauernhof - und erfuhren dabei, wie aus Kuhfutter und Heu Milch oder Butter wird.

Dass eine Kuh am Tag viel frisst, konnten sich die Kinder gerade noch vorstellen. Großes Staunen herrschte aber bei der Wassermenge, die eine Kuh trinkt: ganze sechs Eimer pro Tag. Selbst die Erzieherinnen waren von dieser Menge überrascht.

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Rund 80 Milchkühe haben die Burghardts auf ihrem Hof stehen, dazu kommt noch das Jungvieh. Genügend Gelegenheit für die Kinder also, das richtige Melken zu üben - aber nur an der Attrappe. Wer mit der richtigen Technik den Gummizitzen Wasser entlockte, bekam dafür eine Medaille.

Tina Unger, Leiterin des Kindergartens, war von dem Programm begeistert. "Es gibt viele Kinder, die gar keine Vorstellung davon haben, wo die Milch herkommt", meinte sie. Das bestätigte auch Kreisbäuerin Hildegard Mack: "Durch solche Aktionen können die Kinder mit allen Sinnen erfahren, wie das Leben auf dem Bauernhof abläuft."

Zum siebten Mal findet der bayernweite Kindertag inzwischen statt. In der kommenden Woche öffnen sich sieben weitere Höfe im Landkreis den kleinen Besuchern.

Dazu kommt das parallel laufende Projekt "Landfrauen machen Schule", in dem Bäuerinnen Grundschulkindern ihre Höfe zeigen. "Durch diese beiden Aktionen bringen wir in den kommenden 14 Tagen rund 1000 Kinder aus dem Landkreis auf die Bauernhöfe", freute sich die Kreisbäuerin.

Stärkung mit Produkten aus der Region

Um nach Melken, Butterschlagen und Spielzeugtraktor-Parcours wieder zu Kräften zu kommen, gab es für die Kinder Milchprodukte von Molkereien aus der Region. Und wie diese dorthin gelangen, erfuhren sie auch noch nebenbei: Währenddessen kam der Laster vorbei und holte die frische Milch ab.

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