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Vöhringen

29.09.2016

Wölflinge sind der Natur wieder auf der Spur

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Die Leiterrunde der Georgspfadfinder in Vöhringen. Von links Volker Skrabal, Verena Hampel, Lukas Schlenz, Tobias Kuder und Florian Heger. Sie werden am 4. Oktober eine neue Gruppe von Wölflingen gründen.
Bild: Ursula Katharina Balken

In Vöhringen wird derzeit wieder eine Pfadfinder-Nachwuchsgruppe gegründet. Einer der Schwerpunkte in den Gruppenstunden sind Experimente.

Pfadfinder? Ach ja, jeden Tag eine gute Tat! Das ist doch Schnee von gestern. Von wegen. Pfadfinder zu sein bedeutet, sich mit Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen, moderne Kommunikationsmittel bei der Erforschung der Natur zu nutzen, Sport zu treiben – etwa Baseball spielen – und sich in Gemeinschaft zu üben. Damit kann man nicht früh genug beginnen, zum Beispiel bei den Wölflingen. Die Vöhringer Pfadfindergemeinschaft St. Georg ist dabei, eine neue Gruppe von Mädchen und Buben zusammen zu stellen, Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren. Wer Interesse hat, kann sich einfach am Dienstag, 4. Oktober, im Pfarrheim melden.

Ein kleiner Anfang ist schon gemacht, drei Buben und ein Mädchen haben sich bereits gemeldet. „Aber wir brauchen mehr“, meint Gruppenleiter Volker Skrabal. „Bei der Verdichtung von Freizeitaktivitäten der Kinder ist es heute schwieriger als früher, Nachwuchs zu bekommen.“

Das Programm ist vielgestaltig. „Kinder lernen, Dingen auf den Grund zu gehen“, sagt Lukas Schlenz. Da hat Tobias Kuder auch gleich ein Beispiel bei der Hand. „Wir machen biologische Experimente und schaffen, wenn man so will, eine eigene kleine Welt.“ Dabei verweist er auf eine fest verschlossene Flasche. „Darin ist eine Biosphäre entstanden.“ Die „Zutaten“ waren Kieselsteine, Moos, Grünzeug und Flüssigkeit. „Das ist ein luftdicht abgeschlossenes Öko-System.

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Die Entwicklung ist faszinierend.“ Die Pflanzen in dem rund 20 Zentimeter großen Glasgefäß wachsen, sterben ab, wachsen nach und das alles ohne Sauerstoff. Aber die Pflanzen produzieren bei Tageslicht den Sauerstoff, den sie nachts abgeben beziehungsweise verbrauchen.

Ein anderes Beispiel, das Jahresthema, das vom Bundesverband der Pfadfinder herausgegeben wird, heißt „Wasser“.

Es wurde eine Wasserverkostung gemacht, Mineralwasser in Flaschen wurde ebenso probiert wie Leitungswasser. „Die Kinder fanden schnell heraus, dass naturbelassenes Wasser besonders gut schmeckt. Da konnten die Inhalte der gekauften Flaschen nicht mithalten.“ Dem Wasser war auch das nächste Experiment gewidmet. Es wurde ein Wasserfilter gebaut. Man nehme eine Plastikflasche, fülle sie mit Baumwollstoff, zerkleinerte Holzkohle, Watte, Kies und Sand. Dann wurde verschmutztes Wasser in die Flasche gegeben und die Kinder konnten den Reinigungsprozess beobachten.

„Das ist nicht anders als in der Natur. Es regnet, das Wasser versickert durch verschiedene Schichten in die Erde und wird so zum Grundwasser, vereinfacht ausgedrückt“, erklären Volker Skrabal und Tobias Kuder. Kinder lernen das Element kennen, das zu den kostbarsten Gütern der Welt zählt und nicht alle Menschen auf dem Erdball können sich glücklich schätzen, ausreichend und vor allem gutes Wasser zu haben.

Wie sehr die Pfadfinder mit der Zeit gehen, zeigt auch das Geocaching. „Früher gab es die Schnitzeljagt, heute geht das mit Handy oder mit entsprechenden Geräten“.

Während des Vöhringer Adventsmarktes gehört ein Tag den Pfadfindern, sie sind mit einem Stand vertreten und verkaufen Hasen aus Holz, Honigkerzen, Weihnachtskarten – alles in Eigenarbeit entstanden. „Wir sind für alles offen“, sagt Volker Skrabal.

„Das gilt auch für die Religion“, fügt Verena Hampel, ebenfalls Gruppenleiterin, an. „Wir bekennen uns zu unserem christlichen Lebensbild, sind aber offen für alle Religionsgemeinschaften.“

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