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Kellmünz

16.11.2018

Wohnungen für Senioren in Kellmünz geplant

Der Kellmünzer Marktrat will den Ortskern vitalisieren und den Bau einer Seniorenwohnanlage direkt neben der Pfarrkirche möglich machen.
Bild: Armin Schmid

Bei der Bürgerversammlung wurden neue Pläne für die Gemeinde vorgestellt. Ein Überblick.

In Kellmünz könnte demnächst eine Seniorenwohnanlage entstehen. Konkret wurden die Pläne vor Kurzem bei der Bürgerversammlung, zu der knapp 80 Menschen in das Schützenheim gekommen waren.

Seniorenwohnanlage: Im Wesentlichen geht es um die Umnutzung des Areals einer ehemaligen Schreinerei, die direkt gegenüber der Pfarrkirche St. Martin liegt. Laut Bürgermeister Michael Obst könnte eine Seniorenwohnanlage an dieser Stelle zur „Ortskernvitalisierung“ beitragen, also das Zentrum des Marktes beleben. Außerdem soll die Anlage den Senioren ermöglichen, auch im fortgeschrittenen Alter noch selbstständig zu bleiben. So könnte man diese Generationen im Ort halten. Übergangsweise ist bereits ein Teil des betreffenden Grundstücks zu einem Parkplatz für Besucher der Kirche und des Archäologischen Parks gestaltet worden.

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Seefeld: Neues gab es auch von der Entwicklung des Baugebiets „Seefeld“, das direkt am Kellmünzer Badesee liegt. Die Aufstellung eines Bebauungsplans mit einer Fläche von rund 20000 Quadratmetern hat der Marktrat bereits gefasst. Die Baugrunduntersuchung habe keine Einschränkungen ergeben, hieß es während der Bürgerversammlung. So verhalte es sich auch mit den Auswirkungen eines HQ-Extrems. Damit wird fachsprachlich das Risiko für ein „extremes Hochwasserereignis“, bezeichnet. Es seien aber keine Einschränkungen zu erwarten. Hohe Auflagen werde es hingegen vermutlich wegen des Immissionsschutzes geben: Denn das geplante Baugebiet liegt nahe der Autobahn und der Bahnlinie. Darüber hinaus sei ein wasserrechtlicher Bescheid über ein Schwemmgebiet vorhanden. Dieses Areal dürfe nicht bebaut werden. Das Fazit vom Bürgermeister lautete dennoch, dass weitergeplant werden könne.

Mit der Mehrzweckhalle soll 2019 begonnen werden

Sandberg-Nord: Im neuen Baugebiet „Sandberg-Nord“ hat der Gemeinderat die Bauplätze vergeben. Es gab aber doppelt so viele Bewerber wie Bauparzellen, die zur Verfügung stehen. Nachdem der Grundstückserwerb mittlerweile getätigt wurde, sind rund 8200 Quadratmeter bebaubare Fläche überplant worden. Die Erschließung soll im ersten Halbjahr 2019 beginnen.

TSV-Halle: Baubeginn soll im nächsten Jahr auch für die TSV-Mehrzweckhalle sein. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,55 Millionen Euro.

Die Gemeinde beteiligt sich mit rund 700000 Euro. Ein Mehrzweckraum und die Außenanlagen werden über die Dorferneuerung mit 200000 Euro gefördert.

Windkraft: Ein weiteres Thema während der Versammlung war die Windkraft. Wie berichtet, hatte sich der Mehrheit der Kellmünzer beim Bürgerentscheid im Oktober für eine Bauleitplanung ausgesprochen. Obst sah dieses Ergebnis positiv. Obwohl die 10-H-Regel weiterhin Bestand haben wird, habe man alles richtig gemacht, sagte er. Die Gemeinde könne nun planerisch mitmischen.

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Steuern: Nicht rund läuft es Obst zufolge jedoch bei den Steuereinnahmen: Das Sorgenkind ist die Gewerbesteuer, die sich mit rund 150000 Euro Gesamteinnahmen für 2018 weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau bewegt. „Da tut sich leider nicht so viel“, sagte der Bürgermeister. Hoffnungsträger sei das neue Gewerbegebiet Kälberweide. Dadurch könnten Gewerbesteuereinnahmen steigen.

Dorferneuerung: Im Rahmen der Dorferneuerung seien mittlerweile rund 1,3 Millionen Euro an Zuschüssen verbaut worden, teilte Obst mit. Der Zuschuss pro Projekt lag bei 55 bis 60 Prozent. „Ohne diese Förderung hätten wir viele Bauvorhaben nicht realisieren können.“

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