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Weißenhorn

26.02.2020

Wurden einer Frau im Faschingstreiben K.o.-Tropfen verabreicht?

Einer Frau wurden am Dienstagabend in Weißenhorn möglicherweise K.o.-Tropfen verabreicht.
Bild: Symbolfoto Nicolas Armer, dpa

Die Polizei ermittelt wegen eines Verdachtsfalls in Weißenhorn. Was die Beamten am Faschingsdienstag noch beschäftigt hat.

Einer Frau sind am Faschingsdienstag in einem Lokal in Weißenhorn möglicherweise K.o.-Tropfen verabreicht worden. Einem entsprechenden Verdacht geht die örtliche Polizeiinspektion nach.

Dem Polizeibericht zufolge blickte die 29-Jährige nach überschaubarem Alkoholkonsum zuletzt gegen 22.30 Uhr in dem Lokal auf die Uhr. Die nächste Erinnerung setzte ein, als die Frau vier Stunden später auf einem Acker bei Pfaffenhofen aufwachte. An die Zeit dazwischen kann sie sich laut Polizei nicht erinnern. Nach eigenen Angaben hat die Frau keine Verletzungen.

Das Ergebnis einer chemischen Untersuchung steht noch aus

Obwohl die 29-Jährige der Meinung ist, dass ihre Getränke nie unbeaufsichtigt waren, steht der Verdacht im Raum, dass ihr jemand K.o.-Tropfen gegeben hat. Um dies zur verifizieren, wurde ihr Blut abgenommen. Das Untersuchungsergebnis steht noch aus. Die Frau vermisst noch verschiedene Bekleidungsstücke. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung.

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Insgesamt war es aus Sicht der Polizei ein eher ruhiger Fasnachtsdienstag in Weißenhorn , was die örtliche Inspektion zum einen auf eine deutliche Polizeipräsenz im Veranstaltungsbereich, aber auch auf einen heftigen Regenguss am Nachmittag zurückführt. Die Weißenhorner Polizei wurde von Beamten des Einsatzzuges aus Neu-Ulm und von mehreren Diensthundeführern unterstützt.

Etwa 75 Gruppen, davon zehn große Wägen, stellen sich in Weißenhorn auf, man merkt die Freude jedes einzelnen Teilnehmers.
88 Bilder
Der Faschingsdienstagsumzug in Weißenhorn in Bildern
Bild: Alexander Kaya

Der große Faschingsumzug, zu dem laut Polizei zwischen 9000 und 10.000 Zuschauer kamen, verlief ohne besondere Vorkommnisse. Einige Minderjährige fielen allerdings im Faschingstreiben negativ auf. Schon eine Stunde vor Beginn des Umzugs waren drei Teams in Zivil, jeweils begleitet von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter des Jugendamtes, in der Innenstadt unterwegs, um Jugendschutzkontrollen vorzunehmen. Dabei wurden insgesamt 621 Personen überprüft, denen 35 Liter alkoholische Getränke und sieben Schachteln Zigaretten abgenommen wurden.

Ein stark betrunkener 16-Jähriger schläft auf der Polizeiwache ein

Noch während des Umzuges fiel den Zivilbeamten ein 16-Jähriger auf, der nicht mehr gerade stehen konnte und an einem Verkehrszeichen lehnte. Da der junge Mann ungefähr 1,5 Promille Alkohol intus hatte, musste er mit zur Dienststelle, wo ihn später eine Verwandte abholte. Nach dem Umzug entdeckte eine Polizeistreife ein 15-jähriges Mädchen, das stark betrunken am Boden lag und nicht mehr ansprechbar war. Der hinzugerufene Rettungsdienst brachte die Jugendliche ins Krankenhaus. Ihr Begleiter, ein Elfjähriger, hatte selbst ein Promille Alkohol im Blut. Auf Nachfrage erzählte er, dass er zusammen mit dem Mädchen Wodka und Bier gefunden und getrunken habe. Der Bub wurde seinen Großeltern übergeben.

Noch während dieser Maßnahmen mischte sich ein bis dahin Unbeteiligter ein und bedrängte die Beamten. Der stark betrunkene 16-Jährige verhielt sich respektlos und aggressiv. Die Einsatzkräfte nahmen ihn mit zur Wache, von wo aus sein Vater verständigt wurde. Während der Wartezeit schlief der 16-Jährige ein.

Kurz vor 14 Uhr kam es im Wettbach zu einer Auseinandersetzung: Ein 15-Jähriger soll einen 18-Jährigen geschlagen haben. Der Ältere erlitt eine aufgeplatzte Unterlippe. Der Grund des Streits ist noch unklar. Kurz vor 15 Uhr sprach ein 17-Jähriger eine Streife an und erzählte, dass er 45 Minuten zuvor auf dem Kirchplatz von einer Nonne geschlagen und leicht verletzt worden sei. Der Jugendliche gab an, den Täter wiedererkannt zu haben und machte die Streife auf einen 28-Jährigen aufmerksam. Die genauen Umstände der beiden Vorfälle werden noch ermittelt. (az)

Mehr über den Fasching in Weißenhorn lesen Sie hier:

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