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Babenhausen

09.11.2018

Ziehen ins „Detzel-Haus“ bald Monteure ein?

In diesem Gebäude, auch als „Detzel-Haus“ bekannt, sollen Handwerkerzimmer und im Dachgeschoss eine Einliegerwohnung entstehen.
Bild: Fritz Settele

Ein Investor will das Gebäude in Babenhausen umbauen. Im Marktrat sorgt das Vorhaben für Diskussionen.

Älteren Babenhausern ist das markante Haus an der Tiroler Straße noch als „Detzel-Gebäude“ bekannt. Nun könnten dort Zimmer für Monteure sowie eine Einliegerwohnung im Dachgeschoss entstehen. Im Marktrat stand die geplante Nutzungsänderung des Hauses, in dem vor Jahren eine Molkerei beheimatet war, auf der Tagesordnung – sorgte allerdings für große Bedenken.

Dabei war der Knackpunkt nicht die Einrichtung von Zimmern und Wohnung, sondern die Erreichbarkeit der vorgesehenen Parkplätze im nordöstlichen Bereich. Wie Bürgermeister Otto Göppel erklärte, sind sowohl im Erdgeschoss, als auch im ersten Obergeschoss sogenannte Handwerkerzimmer geplant. Insgesamt acht Einzel- und zwei Doppelzimmer sind vorgesehen. Hinzu kommen Gemeinschaftsräume. Laut Stellplatzsatzung der Marktgemeinde ist für Herbergsbetriebe je ein Stellplatz pro zwei Betten notwendig. Bei zwölf Betten bedeute dies insgesamt sechs Stellplätze. Hinzu kommen allerdings noch zwei Parkflächen für die geplante Einliegerwohnung im Dachgeschoss.

Ein Fachgutachten soll für Klärung sorgen

Laut vorgelegtem Plan befinden sich neun Stellplätze auf dem Grundstück, davon drei östlich des Gebäudes. Die sechs nördlich geplanten Flächen sollen sich unter- beziehungsweise oberhalb eines Parkdecks befinden.

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Wie Elfriede Rothdach (CSU) sagte, funktioniere diese Planung in keinster Weise, zumal man am Ende der steilen Auffahrt „nicht ums Eck kommt“. Das sah auch Barbara Kreuzpointner (Liste engagierter Bürger) so. Man könne dort nicht einfach um die Kurve fahren. Zudem bedinge dies Rangiermanöver und eine Abgrabung des Wegs. Kreuzpointner wies darauf hin, dass der Hang dort aus reinem Sand bestünde. Nach ihrer Auffassung müssten zudem die Stellplätze, möglicherweise im Süden, „unabhängig voneinander befahrbar sein“.

Martin Gleich (CSU) hielt eine Schleppkurve zu Teilen der vorgesehenen Parkflächen für unsinnig. Außerdem machte er auf die notwendigen Abstandsflächen aufmerksam. Dafür enthalte der vorgelegte Plan keine genauen Maßangaben, so Bürgermeister Göppel ergänzend. Kleine Spickel, so Kreuzpointner, seien zudem im Besitz der Marktgemeinde beziehungsweise des Hauses Fugger. Bliebe die Frage, ob eine mögliche Zufahrt über öffentlichen Grund erfolge.

Martin Gleich regte an, die Planungsunterlagen an den Bauwerber zurückzugeben. Das sah auch Bürgermeister Otto Göppel so, schließlich habe nicht nur er „größte Bedenken“. Der Rathauschef äußerte die Sorge, dass möglicherweise Stellplätze genehmigt werden, die aufgrund der komplizierten Zufahrt letztlich aber nicht genutzt und Fahrzeuge trotzdem auf der Straße geparkt werden.

Letztendlich beschloss der Marktrat einstimmig, die Planungsunterlagen an den Bauwerber zurückzugeben. Dieser muss nun ein entsprechendes Fachgutachten vorlegen.

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