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Winterrieden

13.04.2019

Zuschuss-Suche für die Winterrieder Turn- und Festhalle

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Die Gemeinde Winterrieden bemüht sich um Zuschüsse für die Sanierung der Turn- und Festhalle.
Bild: Florian Holley (Archivbild)

Bei der Bürgerversammlung berichtet Hans-Peter Mayer von Tiefschlägen auf dem Weg zur Sanierung. Wie es um die Pläne steht – und mit welchen Anliegen sich Besucher zu Wort melden.

Beim Thema Energiesparen hat Winterrieden die Nase vorn. „In unserem Dorf wird um 50 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht“, informierte Bürgermeister Hans-Peter Mayer bei der Bürgerversammlung. Bei der Aktion „Gebäudecheck“ des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza) in privaten Haushalten belege die Gemeinde den Spitzenplatz in der Modellregion Energiewende Unterallgäu-Nordwest. Die nicht gerade zahlreich erschienenen Besucher lauschten dem Bericht des Bürgermeisters interessiert und offenbar zufrieden. Detailliert ging Mayer auf die Projekte der Gemeinde ein.

Bei der geplanten Sanierung der Turn- und Festhalle musste die Gemeinde 2018 Tiefschläge verkraften: Nach einem Architektenwechsel kam laut Mayer die bittere Nachricht, dass das Vorhaben kein förderfähiges Klimaschutzprojekt ist und deshalb keine Zuschüsse erwartet werden können. Die Gemeinde habe aber erreicht, dass die Sanierung beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) im Förderbereich „Dorferneuerung Innenentwicklung“ gelistet wird. Dieser stellt für alle Räumlichkeiten mit Mehrfachnutzung sowie für die Außenanlagen Landeszuschüsse in Höhe von rund 50 Prozent in Aussicht. Der vom Gemeinderat beschlossene Bauantrag wird von den Behörden geprüft. Parallel dazu wurde das Energiezentrum Allgäu mit der Berechnung des Energiestandards beauftragt. Einen konkreten Bauzeitenplan konnte Bürgermeister Mayer noch nicht vorlegen.

Da für das Kindergartenjahr 2019/20 im „Haus der kleinen Strolche“ ein weiterer Zuwachs an zu betreuenden Kindern erwartet wird, hat die Gemeinde im Obergeschoss eine dritte Gruppe eingerichtet. Die Aufstockung des Personals habe sich als Problem erwiesen, so Mayer. Mittlerweile konnte die Erzieherinnenstelle besetzt werden. Noch immer sucht die Gemeinde allerdings eine Kinderpflegerin in Teilzeit.

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Der Terminplan für den Umbau und die Erweiterung der Kläranlage konnte eingehalten werden. Mit einer Preissteigerung von 2,3 Prozent gegenüber der angesetzten Kalkulation hielten sich die Gesamtkosten Mayer zufolge im Rahmen. Mit der Neuinstallation der Steuer- und IT-Technik konnte die Gemeinde auch den Auflagen der Behörden nachkommen. Durch die Einleitung von gereinigtem Abwasser wird der Auerbach als Vorfluter nun weniger belastet.

Parallel zum Umbau haben das Bauhofpersonal sowie Mitglieder des Gemeinderats und Energieteams in Eigenleistung eine Lagerhalle aus Holz errichtet. Auf dem Dach wurde eine Fotovoltaikanlage installiert, die rund 40 Prozent des in der Kläranlage benötigten Stroms liefert.

Bei der Straßenbeleuchtung hat Winterrieden im vergangenen Jahr 95 Prozent aller Leuchtstellen auf LED-Technik umgerüstet. Die Kosten sollen sich innerhalb von acht Jahren durch Einsparungen im Stromverbrauch refinanzieren.

Die Gelegenheit, Wortmeldungen vorzubringen, nutzten einzelne Bürger in Winterrieden:

Für Johann Müller sind die Schäden, die Biber an Bäumen und Wegen anrichten, ein großes Ärgernis. Seiner Meinung nach verursacht die wachsende Population der Nager immense Kosten. Deshalb stellte Müller einen Antrag auf regelmäßige Veröffentlichung von Zahlen.

Der Radweg zwischen Babenhausen und Kellmünz werde von Winterrieder Seite nicht vom Schnee befreit, bemängelte ein Bürger.
Bild: Claudia Bader

Ernst Pfeifer erkundigte sich, weshalb der von Babenhausen nach Kellmünz führende Radweg während der Wintermonate zwar von den anderen Kommunen, aber nicht auf Winterrieder Flur geräumt wird. Bürgermeister Mayer sagte, dass die Schranke bei der B300 zum Radweg Fahrzeugen die Zufahrt erschwere. Er wolle sich diesbezüglich erkundigen. Außerdem hat Pfeifer nach eigenen Angaben beobachtet, dass Hundebesitzer bei ihren Spaziergängen für die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zwar Tütchen benutzen, diese aber nicht in die dafür vorgesehenen Behälter stecken, sondern einfach wegwerfen. „Im Beutel ist Hundekacke noch viel schädlicher für die Umwelt“, sagte er.

Wolfgang Zangl schlug vor, bei der Sanierung der Halle die vorhandene Bühne abzubauen. Seiner Meinung nach könnte der Platz besser genutzt werden. Für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte von Musikkapelle und Chorgemeinschaft sei die Bühne wichtig und von Vorteil, entgegnete Bürgermeister Mayer. Werner Dreher regte an, eine Zufahrt von der Babenhauser Straße zur Halle einzurichten – und erfuhr, dass dies wegen der räumlichen Verhältnisse nicht möglich sei.

Für Florian Wlcek sind die im „Gemeindeblättle“ Veranstaltungen von Vereinen nicht schön. „Zum Teil verschwinden die Konturen“, bemängelte er. Laut Bürgermeister seien Farbausdrucke vielfach teurer. Die neue Homepage der Gemeinde biete den Vereinen die Möglichkeit, anstehende Veranstaltungen zu platzieren.

Elisabeth Swoboda erkundigte sich nach dem Ergebnis der verteilten Fragebögen zum Nahwärmenetz in Winterrieden. Laut Bürgermeister Mayer liegt die Auswertung noch nicht vor. „Wenn sich das Projekt lohnt, wird eine weitere Infoveranstaltung stattfinden“, versprach er.

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