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04.06.2009

Zuversicht bei regionalen Opel-Händlern

Landkreis/Ulm Die Opel-Händler der Region atmen auf: Durch den Einstieg von Magna scheint der traditionsreiche Autobauer gerettet. "General Motors war die Zecke, die Opel in den vergangenen Jahren systematisch aussaugte", sagt etwa Michael Hanser vom Donau Autohaus in Neu-Ulm.

Bei "Opelanern" aus Senden, Illertissen oder Ulm ergibt sich ein ähnliches Bild: Zufriedenheit allenthalben, dass Opel nicht den schmerzlichen Weg einer Insolvenz gehen muss. Einen "Glücksfall" nennt Winfried Müller von Opel Kämmer in Ulm die Einigung mit Magna und den anderen Investoren. Aus seiner Sicht war die kanadisch-österreichische Zulieferfirma der Wunschkandidat. "Frank Stronach ist ein Kenner der Szene und Vollblutautomobilist", so Winfried Müller über den Gründer von Magna und Strippenzieher des Deals. Bei ihm sei nicht zu befürchten, dass er auf die Abzocke von Staatshilfen oder schnellen Profit aus sei. Er habe das Ganze im Auge.

Erhebliche Bedenken hätten die Händler der Region bei einem Einstieg von Fiat gehabt: Zu groß sei die Überschneidung der Zielgruppen für viele Modelle der konkurrierenden Firmen.

Einig sind sich die Opel-Händler der Region, dass nicht die Qualität der Autos aus dem Hause Schuld an der misslichen Situation bei Opel hätte, sondern Misswirtschaft bei der Konzernmutter. "Von der Produktpalette her sind wir extrem gut aufgestellt", sagt Anton Weikmann, Geschäftsführer vom Autohaus Weikmann Illertissen und Senden.

Ob in Ulm, Senden oder Neu-Ulm: Die Händler betonen, dass von einer Kaufzurückhaltung durch die Opel-Schlagzeilen kaum etwas zu spüren gewesen wäre. Höchstens bei "einzelnen Kunden im Insignia-Klientel" will etwa Michael Hanser Zweifel an der Zukunft von Opel gespürt haben. Es sei gelungen, die Marke Opel vor Schaden zu bewahren. Kaufzurückhaltung? "Null", sagt Winfried Müller. "Es läuft." Allerdings sind sich Müller und seine Opel-Kollegen klar darüber, dass 2010 ein schlechteres Jahr werden wird. Denn die Abwrackprämie habe für "Vorzieheffekte" gesorgt. Wer eigentlich erst kommendes Jahr sich ein neues Auto zulegen wollte, habe es in vielen Fällen durch die staatliche Unterstützung bereits dieses Jahr getan.

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