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Kirchberg

25.01.2015

Zwei Stunden mit Robert Lewandowski

Ein Bayern-Profi unter seinen Fans. Neben Kickern und Wettnageln musste sich Robert Lewandowski auch beim Dartspielen beweisen.

In Kirchberg besucht der FC Bayern-Profi zwei Fanclubs. Warum er dabei um einen Eimer auf dem Kopf nicht herumkommt.

Die Stimmung im Rittersaal zu Kirchberg kochte, noch bevor Robert Lewandowski überhaupt da war. Dort, wo sonst deftige Speisen in mittelalterlicher Tradition serviert werden, waren Wände und Tische voll behangen mit roten Fahnen, roten Schals und roten Trikots. Dazwischen: Ausgestopfte Wildschweine, Ritterrüstungen und FC-Bayern-Fans in Ekstase. Ebenfalls behangen mit roten Fahnen, roten Schals und roten Trikots. Schwitzend, wartend, hoffend.

Denn an diesem Tag, nach all den Jahren, sollte es endlich soweit sein: Zehn Jahre nach Gründung des FC Bayern Fanclubs Kirchberg/Iller stand der Besuch eines Fußball-Profis kurz bevor. Fünf Mal hatten sich die Verantwortlichen des Fanlagers bei der Aktion „FC Bayern besucht seine Fans“ bis dato beworben. Bislang vergebens. „Umso mehr freut es uns natürlich, dass wir jetzt einen richtigen Star zu Gast hatten“, sagte Vorsitzender Patrick Henle, ebenfalls rot behangen.

Um die Chance zu erhöhen, aus jährlich rund 1800 Bewerbungen ausgewählt zu werden, hatten sich die Kirchberger mit dem Bayernfanclub Illertal zusammengeschlossen. Geballte Fanpower sozusagen. 170 Menschen, alt und jung, vereint in dem Glauben an einen Verein. Und vereint in der Bewunderung für ihn: für Robert Lewandowski.

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Im Rittersaal zu Kirchberg dauerte es dann auch nicht mehr lange, bis der Bayern-Profi endlich die Bühne betrat. Hereinbegleitet wurde er von Trommler, Pfeiffer, Applaus und Standing Ovations. So, wie es sich eben gehört – in einem Rittersaal, gefüllt mit frenetisch jubelnden Fans. Vor allem bei den kleinen Bayern-Anhängern wurden die Augen groß.

Denn da saß er nun: Robert Lewandowski, der große Fußballstar. Hübsch zurechtgemacht zwischen ausgestopften Wildschweinen und Ritterrüstungen – mit blau-weiß kariertem Hemd und schwarzem Pullover als beinahe Einziger ohne rotes Accessoire. Und er lächelte.

Wer den Fußballer aus Fernsehinterviews und Gesprächsrunden als eher wortkarg und zurückhaltend in Erinnerung hatte, konnte ihn an diesem Tag von einer anderen Seite kennenlernen. Lewandowski machte – mal mehr, mal weniger lächelnd – jede für ihn vorbereitete Aktion mit: egal ob Fragerunde, Tischkickern, Dartspielen oder Wettnageln mit seinen Fans aus Kirchberg und dem Illertal. „Das war wirklich überragend“, urteilte deshalb auch Fanclub-Vorsitzender Henle.

Erst als Michael Geiser, Wirt des Ritteressens zu Kirchberg, mit einem Schwert auf Lewandowski zukam, verwandelte sich das Lächeln des Fußballers für einen Moment in einen skeptischen Blick. Ein Angriff? Nein. Der 26-Jährige wurde nur zum Ritter geschlagen. Nach Fragestunde, Spielen und einem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde – das es bis dato noch gar nicht gegeben hatte – ließ sich der Bayern-Profi dann auch noch einen ritterlichen Metalleimer über den Kopf stülpen. So, wie es sich eben gehört – in einem Rittersaal, gefüllt mit frenetisch jubelnden Fans.

Zwei Stunden, unzählige Autogramme und Smartphone-Fotos später, zog er dann wieder von dannen: der große Fußballstar und von beiden Fanclubs selbstverständlich zum Ehrenmitglied ernannte Ritter Robert Lewandowski. Für alle Anwesenden ein denkwürdiger Moment. „So schnell bekommen wir jetzt sicher keinen Fußballprofi mehr“, sagte Henle. Schlimm sei das allerdings nicht: „Nach zehn Jahren haben wir unser großes Ziel ja erreicht.“

Und der Fußballstar selbst? Der zeigte sich von so viel Fanliebe beeindruckt. „Es macht Spaß, hier zu sein“, sagte Lewandowski. Und natürlich lächelte er dabei.

mehr Impressionen vom Fantreffen in Kirchberg gibt es in unserer Bildergalerie unter http://www.augsburger-allgemeine.de/illertissen/Kneipen-Triathlon-mit-Robert-Lewandowski-vom-FC-Bayern-Muenchen-id32757082.html

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