Unerwartet verlässt Hubert Berger nach 24 Jahren den Marktrat Altenstadt. Dabei war er im März bei der Kommunalwahl bestätigt worden. Aus seiner Begründung für diesen Schritt klingt etwas Bitterkeit.
Das Ausscheiden geschieht auf eigenen Wunsch und auf freiwilliger Basis. Ein Grund dafür, dass er dem Marktrat nicht mehr angehören will, liege im persönlichen Wahlergebnis. Zwar hat er für die CSU das viertbeste Ergebnis erzielen können, aber eben nur 1127 Wählerstimmen. Und damit ein deutlich schlechteres Wahlergebnis als vor sechs Jahren. Für Hubert Berger ist das Abschneiden in dieser Form nicht nachvollziehbar, sagt er. Schließlich sei er über Jahre hinweg im Rat aktiv gewesen und habe die Belange des Marktes auch als Dritter Bürgermeister vertreten. Warum er trotz dieses Engagements von der Wählerschaft abgestraft wurde, ist für ihn nicht nachvollziehbar.
Berger kritisiert angeblich unfairen Wahlkampf
Er habe rund 400 Stimmen weniger bekommen als ein AfD-Kandidat, und zwar einer, der mit dem schlechtesten Wahlergebnis den Sprung in den Rat nicht geschafft habe.
Der Wahlkampf sei insgesamt gesehen nicht ganz fair gewesen, kritisiert Berger. Dass die Unabhängige Wählergemeinschaft Konstantin Zanker als Bürgermeisterkandidat ins Rennen geschickt und auf die Gemeinderatsliste gesetzt hat, habe der UWG einen beachtlichen Vorteil gebracht. Die CSU dagegen habe dergleichen bei vorangegangenen Kommunalwahlen nicht getan und Wolfgang Höß nur als Bürgermeisterkandidat nominiert. So habe man für gleiche und faire Verhältnisse gesorgt.
CSU schickt Kramer für Berger in den Marktrat
Letztlich sei ihm die Anerkennung der Wähler für die langjährige Mitarbeit im Marktrat versagt geblieben, urteilt Berger. Nach reiflicher Überlegung habe er das Amt nun nicht mehr angenommen. Für Hubert Berger ist Larissa Kramer für die CSU-Fraktion nachgerückt. Mit Blick auf die zurückliegenden vier Amtsperioden im Marktrat hob Berger vor allem „die gute und konstruktive Zusammenarbeit über die Grenzen der einzelnen Fraktionen hinweg“ hervor.
Eines der herausragenden Projekte sei die Neugestaltung der Altenstadter Ortsmitte gewesen. Letztlich habe es im Marktrat viel Mut erfordert, das Areal für teures Geld zu erwerben, bevor es ein Konzept gab. Der Mut habe sich gelohnt, die neue Ortsmitte sei zur guten Stube des Marktes geworden. Positiv hob Hubert Berger hervor, dass in Herrenstetten nahezu alle Straßen und auch das Kanalsystem saniert worden seien. Bürgermeister Konstantin Zanker dankte Hubert Berger, er sei ein fundierter und fachlich versierter Ansprechpartner bei Bau- und Feuerwehr-Angelegenheiten gewesen.
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