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Illertissen/Ulm
22.01.2022

Als das Schlecker-Imperium implodierte: Frühere Mitarbeiterin blickt zurück

Vor zehn Jahren schlossen auch die noch verbliebenen Schlecker-Filialen - wie hier im Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl - endgültig.
Foto: Oliver Helmstädter (Archivbild)

Plus Vor zehn Jahren ging der Drogerie-Riese pleite. „Schleckerfrau“ Marianne Schuler arbeitete 17 Jahre in einer Filiale in Illertissen. So erinnert sie sich an die Zeit.

Sie war eine von Tausenden Schlecker-Frauen. Marianne Schuler aus Illertissen spricht offen über ihre Zeit bei der Drogeriemarktkette, deren trauriges Ende ein riesiges öffentliches Interesse erfuhr. Rund 25.000 Menschen, die meisten davon waren Frauen, verloren ihren Job, als Schlecker vor zehn Jahren Pleite ging. Schuler hatte das Unternehmen zwar schon einige Jahre vorher verlassen. Doch die Insolvenz hat auch sie beschäftigt. "Die Leute taten mir leid. Das war junges Personal, die hatten den Job gebraucht", erzählt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Trotz des traurigen Endes von Schlecker hat die 82-Jährige auch positive Erinnerungen an ihre Zeit in der Illertisser Filiale. Außerdem hatte sie eine kuriose Begegnung mit Firmenchef Anton Schlecker.

17 Jahre lang arbeitete Schuler in dem Laden an der Bahnhofstraße. Wie es für das Personal in den Schlecker-Filialen üblich war, kümmerte auch sie sich um alles - von der Bestellung, über Regale einräumen und aufräumen, bis hin zur Kasse. Über ihren Kollegenkreis sagt Schuler: "Es waren meistens Frauen, die jünger waren als ich." Die seien auf den Job angewiesen gewesen. Sie selbst sei in der glücklichen Lage gewesen, durch ihren Mann finanziell abgesichert gewesen zu sein, berichtet die ehemalige SPD-Stadträtin im Rückblick. "Ich hätte von heute auf morgen aufhören können."

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