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Schnürpflingen/Staig: Großalarm im Wald: Verlust eines iPhones löst massiven Rettungseinsatz aus

Schnürpflingen/Staig

Großalarm im Wald: Verlust eines iPhones löst massiven Rettungseinsatz aus

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    Ein verlorenes Handy löste automatisch einen Großalarm im Alb-Donau-Kreis aus.
    Ein verlorenes Handy löste automatisch einen Großalarm im Alb-Donau-Kreis aus. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

    Ein seltsamer Täuschungsalarm beschäftigte am Donnerstagvormittag ab 10.30 Uhr gleich vier Feuerwehren sowie den Rettungsdienst und die Polizei: Die Integrierte Leitstelle Ulm alarmierte im Alb-Donau-Kreis die Wehren aus Schnürpflingen, Staig, Illerrieden und Dietenheim. Aus dem Bereich der Kreisstraße 7371 zwischen Schnürpflingen und Staig war ein „E-Call-Notruf ohne Spracherwiderung“ gemeldet worden. So war anzunehmen, dass dort ein schwerer Unfall geschehen sei und die Beteiligten nicht mehr in der Lage waren, auf die Rückfrage der Leitstelle zu antworten.

    iPhone löst Notruf aus: Großeinsatz im Wald

    Doch bei Ankunft der Einsatzkräfte an der fraglichen Straße durch den Wald zwischen den beiden Gemeinden war von einem Unfallfahrzeug nichts zu sehen. Der inzwischen eingetroffene Rettungshubschrauber aus Ulm flog mehrere Runden über der angenommenen Einsatzstelle, konnte aber auch nichts feststellen. Aber ein Feuerwehrmann fand ein Autoteil, und so wurde die Suche einige Zeit lang fortgesetzt. Schließlich kam ein Passant vorbei und brachte dem Einsatzleiter ein iPhone, das er vor Eintreffen der Hilfskräfte am Waldrand auf dem dortigen Radweg gefunden hatte.

    Durch einen Anruf bei der Leitstelle und deren Rückruf bei dem Handy sowie einen Nummernvergleich mit dem Gerät, das den automatischen Alarm ausgelöst hatte, wurde nun des Rätsels Lösung gefunden: Vermutlich hatte ein Radfahrer im Vorbeiweg das iPhone verloren. Diese Geräte haben die Eigenschaft, mittels eines eingebauten Beschleunigungssensors einen „E-Call-Notruf“ abzusetzen, wenn das Gerät beispielsweise zu Boden fällt. Diese Funktion kann zwar abgeschaltet werden, aber viele iPhone-Besitzer wissen das gar nicht, wie der Dietenheimer Stadtbrandinspektor Stefan Pistel unserer Redaktion erklärte. So konnte die Suchaktion schließlich abgebrochen werden, und der Hubschrauber sowie die rund vierzig Feuerwehrleute und alle weiteren Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei kehrten an ihre Standorte zurück.

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