Fußball-Bezirksliga

02.11.2019

Alte Liebe rostet nicht

Ein Blick zurück voller Wohlwollen: Laurino Di Nobile hat bei der SGM Aufheim/Holzschwang „fünfeinhalb wundervolle Jahre“ erlebt.
Bild: Horst Hörger

Der Thalfinger Trainer schwärmt vor dem Derby von seinem Ex-Verein

In der Fußball-Bezirksliga bleibt der SV Thalfingen konstant in seiner Unkonstanz. Die Truppe von Trainer Laurino Di Nobile lässt seit sieben Spieltagen in wöchentlichem Wechsel auf einen Sieg eine Niederlage folgen. Setzt Thalfingen diese Serie fort, ist dort für die SGM Aufheim/Holzschwang am Sonntag (14.30 Uhr) nichts zu holen.

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Für Di Nobile selbst ist die anstehende Partie eine ganz besondere. „Ich hatte in Holzschwang fünfeinhalb wunderbare Jahre. Die Truppe hat es sich wirklich verdient, in der Bezirksliga zu spielen. Das ist einfach ein geiler Verein“, schwärmt er. Di Nobile hält immer noch engen Kontakt zu seinen ehemaligen Schützlingen. Im Vorfeld des Aufeinandertreffens am Sonntag war der natürlich besonders intensiv: „Da frotzelt man gegenseitig. Die wollen gewinnen, ich will gewinnen, das ist alles ganz normal.“ Der Thalfinger Trainer ist sich sicher, dass nach dem Schlusspfiff am Sonntag noch das eine oder andere Bierchen zusammen getrunken wird.

Trotz aller Vorfreude ist ihm natürlich die Divenhaftigkeit seiner Mannschaft nicht entgangen. „Wir kriegen es auswärts einfach nicht auf den Platz“, klagt der frühere Landesliga-Kicker: „Wenn man in der Auswärtstabelle auf dem letzten Platz steht, muss irgendwas schief laufen.“ Den jüngsten Auftritt bei der TSG Söflingen führt er als Beispiel für die Misere an: „Wir haben beim Stand von 1:1 die Chancen, das Spiel zu entscheiden. Wir nutzen keine davon und machen dann selbst einen entscheidenden Fehler.“ Letztlich verlor Thalfingen mit 1:3.

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Andreas Spann, seit dieser Saison Trainer bei der SGM Aufheim/Holzschwang, hofft, dass seine Mannschaft die Nebengeräusche des Wiedersehens für 90 Minuten ausblenden kann. Er stellt den sportlichen Reiz der Partie in den Vordergrund: „Es ist natürlich ein geiles Spiel, wenn man jemand in der Tabelle weiter hinter sich lassen kann.“ Allerdings boten die jüngsten Ergebnisse der SGM wenig Anlass zur Euphorie. „Wenn man in zwei Spielen 1:7 Tore bekommt, kann man nicht zufrieden sein“, weiß der Ex-Profi. Aus diesem Grund hat er seine Spieler in dieser Woche dreimal auf das Trainingsgelände gebeten, um die Defizite per Video zu analysieren und aufzuarbeiten.

Spann betont aber auch, dass er insgesamt mit dem bisherigen Abschneiden einverstanden ist. Eine Prognose für die komplette Saison will er noch nicht abgeben: „Wenn wir es schaffen, an unsere Grenzen zu gehen, werden wir sicher eine stabile Runde spielen. Sollten wir weiterhin solche Ausschläge nach unten verkraften müssen, dann müssen wir schauen, den Klassenerhalt schnellstens zu sichern.“ Natürlich hofft er auf Option Nummer eins. Spann hält es in Anbetracht der nachrückenden jungen Spieler für enorm wichtig, eine solide Basis für die kommenden Jahre zu legen: „Da kommt nicht nur Quantität, sondern auch Qualität.“

Der TSV Obenhausen empfängt den schwer auszurechnenden Aufsteiger Srbija Ulm. Tiefenbach muss beim SC Türkgücü Ulm bestehen und der FC Burlafingen empfängt den FC Blaubeuren. (mis)

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