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15.03.2009

Auf das Mittelfeld ist halt Verlass

Ulm Es war in der laufenden Runde der neunte Sieg für die Spatzen - und der erste. Der neunte insgesamt und der erste, seit sie offiziell als neuer Verein auftreten: SSV Ulm 1846 Fußball. Der Unterschied zu vorher (SSV Ulm 1846) ist nur für Eingeweihte offenkundig. Auch sonst hat sich wenig geändert. Wie zuvor im alten Verein gegen Großbardorf und bei Darmstadt 98 holten die Ulmer auch am Samstag vor knapp 2000 Zuschauern gegen den SV Wehen-Wiesbaden II mit ihrem 2:0-Erfolg alle drei Punkte und wie zuvor konnten sie nicht durchgängig spielerischen Glanz versprühen.

Aber der Auftritt der Spatzen war besser als der im ersten Heimspiel des Jahres gegen Großbardorf. Das war auch nötig, denn der Gegner aus Hessen zeigte kompakten Fußball und war in der Offensive - vor allem bei Standardsituationen - immer wieder gefährlich. Aber der Ulmer Sieg war verdient, schon deshalb, weil der SSV 46 zwei Tore erzielte und der Gegner keines. Für die Tore sorgten erneut Mittelfeldspieler. Zwar ist es letztlich egal, wer trifft, aber die Ulmer Stürmer sollten sich einmal auf ihre vornehmliche Aufgabe besinnen.

Immerhin rackerte Florian Treske unermüdlich und versuchte aus allen Lagen, zum Torerfolg zu kommen. Freilich vergeblich. Aber er bereitete das 2:0 in der 61. Minute bestens vor, als er in guter Schussposition zum völlig freien Benjamin Barth querlegte, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu drücken. Christian Sauter hatte die Spatzen in der 23. Minute in Führung gebracht, als er überlegt einschoss. Den Aufreger von Gästecoach Adrian Spyrka ("Da haben gleich drei Ulmer fünf Meter im Abseits gestanden") wehrte der Ulmer Trainer Markus Gisdol ab: "Sauter war nicht im Abseits und die anderen sind rausgelaufen." Und weil sie nicht ins Spiel eingriffen, standen sie eben auch nicht abseits. Basta.

Die Hessen probierten alles, zu Topchancen kamen sie im zweiten Durchgang nicht mehr. Dabei machten sie interessanterweise richtig Druck, nachdem ihr Profi Erwin Koen Gelb-Rot gesehen hatte, der SSV 46 also in Überzahl spielte. Aus dieser Situation machten die Spatzen wenig. Sie standen hinten drin, kamen kaum zu gut aufgezogenen Kontern, und wenn einer lief, wurden die Chancen vertan. So in der 74. Minute, als der aufgerückte Davor Kraljevic erst mit dem Fuß und dann im Nachsetzen mit dem Kopf nur die Torlatte traf und dann in der 89. Minute, als der eingewechselte Miguel Coulibaly völlig freistehend aus acht Metern über das Gehäuse schoss.

Auf das Mittelfeld ist halt Verlass

Sei's drum, die Partie war gewonnen, neun Punkte aus drei Spielen, nur noch drei Zähler hinter Spitzenreiter Eintracht Frankfurt II - da kommen Träume von der dritten Liga auf.

SSV 46: Betz - Länge, Kraljevic, Reith, Huckle - Marchese (62. Ludwig), Marinovic, Sauter (78. Leschinski), Barth - Radojevic, Treske (85. Coulibaly).

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