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Basketball

17.04.2019

Aus der NBA in die schwäbische Provinz

Vier Jahre lang war Hollis Thompson die große Bühne im Wells Fargo Center von Philadelphia gewohnt. Jetzt spielt er in der Arena Hohenlohe.
Bild: Imago/Zuma-Press

Auch Crailsheim hat jetzt seinen Thompson und der ist ein größeres Kaliber als sein Ulmer Namensvetter

Ratiopharm Ulm hat seinen Thompson und dessen Biografie liest sich durchaus beeindruckend: Ryan war Meister in Belgien mit Ostende und und Deutschland mit Bamberg. Seit zwei Wochen haben auch die Crailsheimer Merlins einen Thompson und der ist noch einmal ein ganz anderes Kaliber: Hollis hat 265 Spiele in der NBA vorwiegend für die Philadelphia 76ers gemacht und dort in der Saison 2015/16 im Schnitt etwa zehn Punkte erzielt. Anschließend war er mit Olympiacos Piräus in der europäischen Königsklasse Euroleague beschäftigt. Die Fachwelt staunt darüber, dass so ein Mann bei einem Abstiegskandidaten der Basketball-Bundesliga unterschreibt. Der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath bestätigt: „Man reibt sich verwundert die Augen. Ich glaube nicht, dass wir einen Spieler wie Hollis Thompson bezahlen könnten.“ Der personelle Kraftakt der Crailsheimer macht die Ulmer Aufgabe beim Aufsteiger am Donnerstag (20.30 Uhr) jedenfalls ein Stück anspruchsvoller.

Zwei Spiele hat der NBA-Veteran bisher für Crailsheim gemacht. Bei der 69:105-Niederlage gegen Berlin war er mit vier Punkten und vier Rebounds noch kein großer Faktor, beim 92:101 in Bamberg gingen bereits 13 Zähler auf das Konto von Hollis Thompson. Der Weltstar akklimatisiert sich offensichtlich langsam in der schwäbischen Provinz. Die Chancen der Crailsheimer auf den Klassenerhalt dürften sich dadurch deutlich erhöhen. Leibenath bestätigt: „Wahrscheinlich werden sie nicht absteigen.“

Der Ulmer Trainer hat ein bisschen gerechnet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass vier Siege aus den restlichen sieben Spielen in der Hauptrunde zur Teilnahme an den Play-offs reichen sollten. Leibenath sagt aber auch angesichts des Restprogramms unter anderem mit den Partien gegen die Spitzenmannschaften Oldenburg, Bayern München und Vechta: „Das ist ein ambitioniertes Ziel.“ Wenn die Rechnung aufgehen soll, dann sind Erfolge in Göttingen am 1. Mai und eben am Donnerstag in Crailsheim Pflicht. Ob der Sieg am Samstag im Krimi gegen Würzburg den Ulmern Rückenwind gibt? „Wir schweben deswegen nicht auf einer Wolke“, sagt Leibenath: „Aber natürlich tut es gut, wenn man so ein knappes Ding auch mal gewinnt.“ (pim)

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